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Studie zu US-LNG und europäischer Gaspolitik stößt auf breite internationale Resonanz

Foto: Ken Hodge, CC BY 2.0 via 

Studie zu US-LNG und europäischer Gaspolitik stößt auf breite internationale Resonanz

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Datum
Ort
Berlin, Deutschland

Ein Policy Brief vom Ecologic Institut, dem Clingendael Institute und dem Norwegian Institute of International Affairs analysiert die stark gestiegene Abhängigkeit Europas von US-amerikanischem Flüssigerdgas (LNG). Auf Grundlage einer neuartigen Auswertung der Gasimporte des gesamten Europäischen Wirtschaftsraums (EWR, einschließlich Norwegens) zeigt die Studie, dass US-Lieferungen im Jahr 2025 rund 40 % der gesamten Gasimporte und nahezu 60 % der LNG-Importe des EWR ausmachten.

Die Analyse erfuhr in den vergangenen Wochen breite internationale Medienresonanz. Internationale Leit-, Wirtschafts- und Fachmedien griffen die zentralen Ergebnisse auf; darüber hinaus führten die Autor:innen mehrere Interviews in Print-, Online- und Rundfunkmedien zur Einordnung der energie- und geopolitischen Implikationen.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung stand die zentrale These des Policy Briefs, dass der derzeitige europäische Diversifizierungsansatz in der Gaspolitik zu eng gefasst ist. Zwar sei der Ausstieg aus russischen Importen strategisch sinnvoll, die zunehmende Konzentration auf einen einzelnen alternativen Lieferanten erhöhe jedoch geopolitische Risiken, verstärke Preisvolatilität und berge die Gefahr langfristiger Fehlinvestitionen.

Thematisiert wurden unter anderem:

  • die wachsende geopolitische Verwundbarkeit Europas durch steigende US-LNG-Importe,
  • Risiken für Preisstabilität und Investitionsentscheidungen,
  • die Notwendigkeit, Norwegen eher als einen europäischen Gasproduzenten denn als externen Zulieferer zu betrachten, sowie
  • die zentrale Rolle der Energiewende für eine mittel- und langfristige Stärkung der Energiesicherheit.

Internationale Medien wie The Guardian, Financial Times, Handelsblatt, Repubblica, Rzeczpospolita, ABC Economia, Der Standard, Trouw, Aftenposten, Der Spiegel, Tagesspiegel, Frankfurter Rundschau, Domani und HuffPost Italia sowie Fernseh- und Hörfunkformate wie das ZDF-Morgenmagazin, Česká televize und WDR Aktuelle Stunde berichteten über die Studie oder führten Interviews mit den Autor:innen.

Policy Brief herunterladen:

Eine weiterführende Übersicht der Medienberichterstattung und Interviews stellen wir auf Anfrage gern zur Verfügung.

Der Ersatz russischer Gasimporte durch US-LNG ist keine Diversifizierung, sondern eine Verschiebung von Abhängigkeiten.

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Partner
Team
Hannah Lentschig (Clingendael)
Louise van Schaik (Clingendael)
Datum
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Europäische Gasimporte, US-LNG-Exporte nach Europa, Diversifizierung der LNG-Versorgung, Energiesicherheit der EU, Diversifizierung der Gasversorgung in Europa, Ausstieg aus russischem Gas, Abhängigkeit Europas von Gas, Volatilität des LNG-Marktes, geopolitische Risiken im Energiebereich, gestrandete Gasvermögenswerte, Energiewende in der EU, Importe fossiler Brennstoffe nach Europa, Diversifizierung der Energieversorger, Gaspolitik der EU, Strategie zur Energiesicherheit in Europa, Europäische Union, Europäischer Wirtschaftsraum, EWR, transatlantische Energiebeziehungen
Europa, Vereinigte Staaten, USA, Norwegen, Russland
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