Photo: DiAuras, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons, Cover: Climate Farm Demo project, 2026
Incentivizing Systemic and Climate-resilient Farming Approaches through Rewarding Mechanisms
Barriers, challenges and recommendations
- Publikation
- Zitiervorschlag
Scheid, Aaron et al. (2026): Incentivizing systemic and climate-resilient farming approaches through rewarding mechanisms. Barriers, challenges and recommendations. Policy brief of the Horizon Europe project "A European-wide network of pilot farmers implementing and demonstrating climate smart solutions for a carbon neutral Europe".
Dieser Policy Brief untersucht, inwieweit bestehende Honorierungsmechanismen für den Klimaschutz die ökologische Landwirtschaft als systemischen und klimaresilienten Ansatz berücksichtigen. Analysiert werden monetäre, regulatorische und unterstützende Instrumente auf EU-Ebene, mit besonderem Fokus auf die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) sowie die Verordnung zum Carbon Removal and Carbon Farming (CRCF). Derzeitige Honorierungsmechanismen erkennen ökologische Landwirtschaft meist nicht als ganzheitliches Betriebssystem mit integrierten Klima- und Umweltleistungen an. Infolgedessen stehen ökologisch wirtschaftende und umstellende Betriebe vor erheblichen Zugangsbarrieren zu klimabezogenen Förderinstrumenten, da diese überwiegend auf Einzelmaßnahmen statt auf systemische Ansätze ausgerichtet sind.
Die GAP nach 2027 einkommenswirksam für systemische Landwirtschaft gestalten
Monetäre, unterstützende und regulatorische Anreizmechanismen sind zentrale Treiber für die Einführung und Verstetigung systemischer und klimaresilienter Bewirtschaftungsweisen. Die GAP nach 2027 sollte daher einkommenswirksame Zahlungen vorsehen, die über die reine Abdeckung von Umstellungs- und Erhaltungskosten der ökologischen Landwirtschaft hinausgehen. Eine umfassende Anerkennung der öffentlichen Güter, die durch systemische Bewirtschaftungsformen bereitgestellt werden, erfordert die Überwindung restriktiver Auslegungen von „zusätzlichen Kosten und Einkommensverlusten“ sowie der derzeitigen „Doppelförderungs“-Logik. Andernfalls bleiben die Anreize für landwirtschaftliche Betriebe begrenzt, weitergehende Klima- und Nachhaltigkeitsleistungen zu erbringen.
Gleichzeitig sind Beratungsangebote und Wissensinfrastrukturen zentrale, bislang unterschätzte Ermöglichungsfaktoren systemischer Landwirtschaft. Eine strategische Stärkung dieser Unterstützungsmechanismen im Rahmen der GAP nach 2027 ist entscheidend, um systemische und klimaresiliente Landwirtschaft in Europa breiter zu verankern.
Systemische Ansätze im CRCF stärken
Die CRCF-Verordnung sollte systemische Ansätze wie die ökologische Landwirtschaft gezielt fördern und honorieren, indem der nachhaltige und langfristige Aufbau von Bodenkohlenstoff, der reduzierte Einsatz synthetischer Betriebsmittel und der Beitrag zu den Umweltgütern anerkannt werden. Diese Anerkennung muss durch robuste Kriterien abgesichert sein, um dauerhafte Klima- und Umweltwirkungen zu gewährleisten.