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Evaluation of the Green Architecture of the CAP Strategic Plans

 

Photo: Canva.com, Cover: European Union, 2026

Evaluation of the Green Architecture of the CAP Strategic Plans

Guidelines

Publikation
Zitiervorschlag

EUROPEAN COMMISSION – Directorate-General for Agriculture and Rural Development – Unit A.3, Evaluation of the green architecture of the CAP Strategic Plans – Guidelines (2026).

Die GAP-Strategiepläne (CSPs) bündeln eine Vielzahl von Instrumenten zur Erreichung der Umwelt- und Klimaziele, insbesondere SO4 (Klimaschutz), SO5 (natürliche Ressourcen) und SO6 (Biodiversität). Diese Kombination wird als grüne Architektur (GA) bezeichnet. Diese Leitlinien unterstützen Verwaltungsbehörden und Evaluator:innen dabei, zu bewerten, wie diese Instrumente zusammenwirken. Im Mittelpunkt steht nicht die isolierte Betrachtung einzelner Maßnahmen, sondern die Analyse der GA als Gesamtsystem.

Ziel und Ansatz der Leitlinien: Das Zusammenspiel der Instrumente im Fokus

Die Leitlinien zielen darauf ab, konsistente und transparente Bewertungen der GA in der Förderperiode 2023–2027 zu ermöglichen. Dabei liegt der Fokus auf Wechselwirkungen zwischen Instrumenten, einschließlich Synergien und Zielkonflikten, sowie auf deren gemeinsamer Wirkung im Hinblick auf Umwelt- und Klimaziele. Eine fundierte Bewertung erfordert ein klares Verständnis der Ausgestaltung und Interventionslogik der GA sowie ihrer Einbettung in den breiteren umwelt- und klimapolitischen Rahmen der EU. So können Beiträge einzelner Instrumente sowie mögliche Überschneidungen oder Lücken identifiziert werden.

Strukturierter Bewertungsansatz: Wirksamkeit, Kohärenz und Effizienz

Die Leitlinien schlagen einen Bewertungsansatz entlang von drei zentralen Kriterien vor:

  • Wirksamkeit – Beitrag zu Umwelt- und Klimazielen
  • Kohärenz – Abstimmung und Zusammenspiel der CSP-Instrumente und europäischer sowie nationaler Umwelt- und Klimapolitiken
  • Effizienz – Verhältnis von eingesetzten Ressourcen zu den erzielten Ergebnissen im Hinblick auf Umwelt- und Klimaziele

Von der Konzeption zur Umsetzung

Für jedes Kriterium wird ein dreistufiges Vorgehen empfohlen:

  • Festlegung des Evaluierungsrahmens
  • Auswahl von Indikatoren, Datenquellen und Methoden
  • Durchführung der Analyse und Ableitung von Empfehlungen

Dies ermöglicht robuste und vergleichbare Bewertungen bei gleichzeitiger Flexibilität für unterschiedliche nationale Kontexte.

Synergien und Zielkonflikte sichtbar machen

Da die Instrumente der GA eng miteinander verknüpft sind, reicht eine isolierte Bewertung nicht aus. Eine integrierte Analyse ermöglicht es, Synergien zu erkennen, Zielkonflikte sichtbar zu machen und die Gesamtleistung der GA zu bewerten. Bereits in früheren Förderperioden wurden mehrere „grüne“ Instrumente gemeinsam bewertet. Neu sind jedoch unter anderem die Integration der GLÖZ-Anforderungen in die CSPs sowie die Einführung von Öko-Regelungen. Gleichzeitig fehlte bislang eine spezifische Anleitung zur Bewertung der GA als Gesamtsystem.

Diese Leitlinien schließen diese Lücke und bieten einen praxisorientierten Rahmen für die Bewertung der grünen Architektur.

Rolle des Ecologic Instituts

Das Ecologic Institut war für die Erarbeitung des Anhangs zur Analyse der Kohärenz verantwortlich. Dieser konzentriert sich auf die Bewertung von Synergien und Zielkonflikten zwischen:

  • den Instrumenten der grünen Architektur (z. B. Konditionalität, Öko-Regelungen, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen sowie nicht-produktive Investitionen)
  • den Instrumenten der grünen Architektur und den übrigen Maßnahmen der GAP-Strategiepläne (z. B. Direktzahlungen, gekoppelte Einkommensstützung, produktive Investitionen)
  • den Instrumenten der grünen Architektur und externen Instrumenten außerhalb der GAP-Strategiepläne, insbesondere relevanten umwelt- und klimapolitischen Planungsinstrumenten auf Basis von EU-Recht (z. B. Wasserrahmenrichtlinie, Naturschutzrichtlinien, Energiepolitik) sowie weiteren nationalen Regelungen und Planungsinstrumenten
Die Leitlinien bieten einen strukturierten Rahmen zur Bewertung der Umwelt- und Klimawirkungen der grünen Architektur in den GAP-Strategieplänen.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Carina Folkeson Lillo
Anna Gregis
Dimitris Skuras
Gerald Schwarz
Kaley Hart
Credits

Die Leitlinien „Bewertung der grünen Architektur der strategischen Pläne der GAP – Leitlinien“ wurden von der thematischen Arbeitsgruppe 10 im Rahmen des EU-GAP-Netzwerks mit Unterstützung des Europäischen Evaluierungs-Helpdesks für die GAP erarbeitet. Carina Folkeson Lillo koordinierte die Arbeit mit Unterstützung von Anna Gregis; Mitautor:innen waren Dimitris Skuras, Gerald Schwarz, Josselin Rouillard und Kaley Hart.

Die Thematische Arbeitsgruppe 10 und der Beirat der Interessengruppen leisteten wertvolle Beiträge und umfassten mehr als 20 Mitglieder, darunter Evaluator:innen, Forscher:innen sowie Vertreter:innen der Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (GD AGRI) der Europäischen Kommission und der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC).

Vertreter:innen der GD AGRI trugen dazu bei, dass die Leitlinien mit dem politischen Rahmen der EU im Einklang stehen. Filip Stefanic sorgte für die redaktionelle Qualität und die visuelle Gestaltung der endgültigen Veröffentlichung.

Finanzierung
Verlag
Jahr
Umfang
84 S.
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Umweltwirkungen, Klimawirkungen, Wirksamkeit, Kohärenz, Effizienz, Interventionslogik, Politikbewertung, Agrarumweltmaßnahmen, Öko-Regelungen, GLÖZ, Biodiversität, Klimaschutz Landwirtschaft, nachhaltige Landnutzung, EU-Agrarpolitik, Gemeinsame Agrarpolitik, CAP 2023–2027, Umweltpolitik EU, Klimapolitik EU, Politikgestaltung, Governance-Strukturen, Politikimplementierung, Förderinstrumente, öffentliche Verwaltung, evidenzbasierte Politik, Policy Evaluation, regulatorischer Rahmen, nachhaltige Landwirtschaft Europa, Agrarreform EU, Umweltindikatoren Landwirtschaft, Klimaanpassung Landwirtschaft, nachhaltige Agrarsysteme
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