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European Energy Security or Acquiescence?

 

Image: Open AI, ChatGPT 4.0, 21.04.2026

European Energy Security or Acquiescence?

A critical review of the 24 February 2026 United States-Central and Eastern Europe Joint Statement

Publikation
Zitiervorschlag

Raffaele Piria, Hannah Lentschig, Ana-Maria Boromisa, Anca C. Sinea, Borbála Takácsné Tóth, Loyle Campbell and Sabrina Schulz: European energy security or acquiescence? A critical review of the 24 February 2026 United States-Central and Eastern Europe Joint Statement. Ecologic Institute, Berlin, 2026.

Diese Arbeit untersucht eine intransparente Gemeinsame Erklärung (GE) zur Gasversorgungssicherheit in Mittel- und Osteuropa, die am 24. Februar 2026 in Washington, D. C., am Rande eines vom Weißen Haus, seinem „National Energy Dominance Council“ sowie dem „Donald J. Trump Institute of Peace“ organisierten Ministertreffens unterzeichnet wurde. Unterzeichner sind die Vereinigten Staaten (USA), acht EU-Mitgliedstaaten sowie vier Beitrittskandidaten.

Der vollständige Text wurde bislang von keiner der Unterzeichnerregierungen veröffentlicht.

Die GE wurde vier Tage vor dem Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran unterzeichnet. Als direkte Folge dieser Entscheidung, die von der US-Administration ohne Abstimmung mit ihren europäischen Partnern getroffen wurde, sieht sich Europa nun mit einer schweren Energieversorgungskrise und erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen konfrontiert.

Die GE steht im Einklang mit der „Energy Dominance“-Doktrin der Trump-Administration. Die US-Nationale Sicherheitsstrategie definiert „Energy Dominance“ als „zentrale strategische Priorität“ und fasst die Ausweitung amerikanischer Energieexporte ausdrücklich als Mittel zur geopolitischen „Machtausübung“ auf. Es bleibt jedoch fraglich, inwieweit die JS tatsächlich zur Energiesicherheit Europas beiträgt oder vielmehr eine Fragmentierung Europas sowie eine Vertiefung der Abhängigkeit vom neuen dominanten Gaslieferanten USA begünstigt.

Diese kritische Analyse der GE, verfasst von sieben Expertinnen und Experten aus Thinktanks in fünf europäischen Ländern, hebt die Intransparenz der Erklärung hervor und argumentiert, dass sie im Widerspruch zu zentralen europäischen Interessen steht, darunter Klima- und Energiesicherheit, Diversifizierung, Resilienz sowie der Ausbau heimischer erneuerbarer Energien. Die Studie zeigt, dass die JS die Bezahlbarkeit von Energieimporten ebenso ausblendet wie anhaltenden politischen Druck der USA auf Europa. Zudem wird argumentiert, dass sie energetische Realitäten verkennt, indem sie Diversifizierung faktisch mit „mehr US-LNG“ gleichsetzt, obwohl die USA bereits Europas dominanter Gaslieferant sind. Schließlich wird festgestellt, dass die USA nur wenige Tage nach der Unterzeichnung ihre erste Verpflichtung brachen und damit eine der schwersten Energiekrisen Europas auslösten.

Die Arbeit schließt mit Empfehlungen für politische Entscheidungsträger in EU-Mitgliedstaaten, die die Gemeinsame Erklärung unterzeichnet haben, sowie für jene, die dies nicht getan haben.

Empfehlungen für politische Entscheidungsträger in EU-Mitgliedstaaten, die die Gemeinsame Erklärung unterzeichnet haben, sowie für jene, die dies nicht getan haben.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Hannah Lentschig (Clingendael)
Ana-Maria Boromisa (Institute for Development and International Relations)
Anca C. Sinea (Center for the Study of Democracy)
Borbála Takácsné Tóth (Regional Centre for Energy Policy Research)
Verlag
Jahr
Umfang
12 S.
Projekt-ID
Schlüsselwörter