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Wiederherstellung von Biodiversität und Natur durch resiliente Landwirtschaftsbetriebe (BALANCE)
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Agrarlandschaften spielen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung von Biodiversitätsverlust, Klimawandel und Ernährungssicherheit in Europa. Mit der EU-Wiederherstellungsverordnung sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, Ökosysteme wiederherzustellen, darunter auch landwirtschaftlich genutzte Ökosysteme. Gleichzeitig muss die Umsetzung praxisnah, sozial eingebettet und mit wirtschaftlich tragfähigen landwirtschaftlichen Betrieben vereinbar sein. Das Horizont-Europa-Projekt BALANCE unterstützt diese Herausforderung, indem es aufzeigt, wie landwirtschaftliche Systeme zur Wiederherstellung der Natur beitragen können und dabei ökonomisch tragfähig und lokal verankert bleiben.
In sechs europäischen Regionen bringt BALANCE Landwirt:innen, politische Entscheidungsträger:innen, Wissenschaftler:innen und gesellschaftliche Partner zusammen, um integrierte Wege hin zu biodiversitätsfreundlicher Landwirtschaft zu entwickeln. Anstatt einzelne Maßnahmen isoliert zu betrachten, verfolgt das Projekt einen systemischen Ansatz: Es untersucht, wie Agrarlandschaften so weiterentwickelt werden können, dass Nahrungsmittelproduktion, Wiederherstellung der biologischen Vielfalt, Bodengesundheit, Schutz von Bestäubern, Landschaftsvielfalt und landwirtschaftliche Tragfähigkeit zusammengedacht werden. Das Projekt entwickelt praxisnahe Instrumente, wissenschaftlich fundierte Leitlinien und politische Empfehlungen zur Unterstützung der Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung und des Übergangs zu resilienten, biodiversitätsfreundlichen Agrarsystemen.
Die Rolle des Ecologic Instituts in BALANCE
Das Ecologic Institut bringt in BALANCE seine Expertise zu Wiederherstellungspolitik, Biodiversität in Agrarlandschaften, Governance, politischen Instrumenten und Umsetzungspfaden ein. Das Ecologic Institut leitet mehrere zentrale Aufgaben, die wissenschaftliche Erkenntnisse, Politikgestaltung und praktische Umsetzung miteinander verbinden.
In Arbeitspaket 2 leitet das Ecologic Institut gemeinsam die Analyse von Wiederherstellungszielen, Agrarlandschaftstypen und Wiederherstellungsmaßnahmen. Dazu gehören die Auswertung der Maßnahmen, die in den Entwürfen der nationalen Wiederherstellungspläne der Mitgliedstaaten vorgeschlagen werden, ihre Bewertung hinsichtlich Umsetzbarkeit und Ambition sowie die Unterstützung bei der Entwicklung einer Landschaftstypologie, die kontextspezifische Wiederherstellungsansätze ermöglicht.
In Arbeitspaket 5 leitet das Ecologic Institut die Arbeiten zu einem wirksamen Policy-Mix für die Ausweitung naturpositiver landwirtschaftlicher Systeme. Dabei werden politische Lücken und Bedarfe analysiert und Empfehlungen für umfassende Politikansätze entwickelt, die regulatorische, finanzielle, ökonomische und kommunikative Instrumente verbinden. Die Empfehlungen berücksichtigen zudem ergänzende Maßnahmen öffentlicher und privater Akteure und werden durch Stakeholder-Konsultationen sowie einen EU-weiten Workshop weiterentwickelt.
Darüber hinaus leitet das Ecologic Institut Arbeitspaket 6 zu Umsetzungspfaden. Diese Arbeiten führen zentrale Ergebnisse aus dem gesamten Projekt zusammen, um aufzuzeigen, wie naturpositive Landwirtschaft Wiederherstellung der Natur, Ernährungssicherheit und wirtschaftlich tragfähige Betriebe unterstützen kann. Auf Grundlage der Fallstudien, ökonomischen Analysen, Biodiversitätsbewertungen und politischen Arbeiten des Projekts koordiniert das Ecologic Institut die Entwicklung praxisnaher Umsetzungspfade für unterschiedliche Zielgruppen. Die Ergebnisse umfassen einen Praxisbrief für Landwirt und Landmanager sowie einen Policy Brief für öffentliche und private Entscheidungsträger.
Durch diese Arbeiten trägt das Ecologic Institut dazu bei, dass BALANCE politisch relevante, praxisorientierte und wissenschaftlich fundierte Ergebnisse liefert. Seine Rolle besteht darin, die europäische Wiederherstellungspolitik mit den konkreten Bedingungen landwirtschaftlicher Landschaften zu verbinden und Wege aufzuzeigen, wie Landwirt*innen, Landmanager*innen und politische Entscheidungsträger*innen die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt voranbringen können, ohne die Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Systeme aus dem Blick zu verlieren.