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Natürlichen Klimaschutz in Europa stärken (BioClim-Restoration)

Renaturierung der Lenne in Hagen. Bauabschnitt II mit Blick auf eine der vielen angelegten Inseln.

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Aquamunda, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Natürlichen Klimaschutz in Europa stärken (BioClim-Restoration)

Fachaustausch zur Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Umsetzung

Projekt
Dauer
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Europa befindet sich in einer entscheidenden Phase der Wiederherstellung von Ökosystemen. Die ambitionierten Ziele der Biodiversitäts- und Klimapolitik müssen nun in konkrete Maßnahmen übersetzt werden, die unter unterschiedlichen ökologischen, institutionellen und finanziellen Rahmenbedingungen wirksam sind. Die zentrale Herausforderung besteht nicht mehr in erster Linie darin, Ziele für die Wiederherstellung festzulegen, sondern geeignete Wege für die Planung, Finanzierung, Governance und großflächige Umsetzung naturbasierter Lösungen und von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ökosystemen zu finden. Nur so lassen sich dauerhafte positive Wirkungen für die biologische Vielfalt sowie für Klimaschutz und Klimaanpassung erzielen. BioClim-Restoration setzt an dieser Umsetzungslücke an, indem das Projekt Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichend untersucht und daraus praxisnahe Empfehlungen für Politik und Umsetzung ableitet.

Aus der praktischen Umsetzung der Wiederherstellungspolitik lernen

Mit der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur verlagert sich der Schwerpunkt der europäischen Wiederherstellungspolitik von der Festlegung von Zielen auf deren konkrete Umsetzung. Die Mitgliedstaaten stehen nun vor praktischen Fragen zur Priorisierung von Maßnahmen, zu Finanzierung, Governance und Monitoring, zur Beteiligung relevanter Akteure sowie zur langfristigen Wirksamkeit von Wiederherstellungsmaßnahmen. Die nationalen Wiederherstellungspläne bieten eine wichtige Grundlage, um zu untersuchen, wie die EU-Mitgliedstaaten mit diesen Herausforderungen umgehen und welche gemeinsamen Hemmnisse, Erfolgsfaktoren und übertragbaren Ansätze sich dabei abzeichnen. BioClim-Restoration richtet den Blick insbesondere auf die Rolle naturbasierter Lösungen und darauf, wie sich die Wiederherstellung von Ökosystemen mit dem Schutz der biologischen Vielfalt sowie mit Klimaschutz und Klimaanpassung verbinden lässt.

Ansätze in Europa vergleichen

Den analytischen Kern des Projekts bilden drei jeweils zweitägige Fachworkshops, die zwischen 2027 und 2029 stattfinden. Im Verlauf der Workshop-Reihe untersuchen Teilnehmende aus Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung, Politik und Umsetzungspraxis zentrale Herausforderungen bei der Wiederherstellung von Ökosystemen und der Umsetzung naturbasierter Lösungen in Europa.

Thematisch befassen sich die Workshops unter anderem mit der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur und den nationalen Wiederherstellungsplänen, den Wechselwirkungen zwischen Wiederherstellung, Biodiversitäts- und Klimazielen, Fragen der Finanzierung und Governance, der langfristigen Wirksamkeit von Maßnahmen, ihrer Skalierung und Übertragbarkeit sowie ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz. Darüber hinaus werden ausgewählte ökosystemspezifische Herausforderungen behandelt, darunter die Wiederherstellung von Mooren und die Stärkung der Wasserresilienz. Ziel der Workshops ist es, wiederkehrende Hemmnisse und Erfolgsfaktoren zu identifizieren und zu bewerten, welche Ansätze unter unterschiedlichen nationalen und regionalen Rahmenbedingungen besonders relevant und übertragbar sind.

Von europäischen Erfahrungen zu politischen Handlungsempfehlungen

Die Ergebnisse jedes Workshops bilden die fachliche Grundlage für einen Policy-Brief, der jeweils auf Deutsch und Englisch veröffentlicht wird. Die Policy Briefs bündeln Erfahrungen aus verschiedenen europäischen Ländern, analysieren die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung vielversprechender Ansätze und formulieren gezielte Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger*innen und Akteure aus der Umsetzungspraxis. Dabei werden insbesondere Erkenntnisse zur praktischen Umsetzung, Übertragbarkeit und Skalierung herausgearbeitet und für laufende Prozesse zur Wiederherstellung von Ökosystemen unmittelbar nutzbar gemacht.

Zum Abschluss des Projekts werden die zentralen Erkenntnisse aus den drei Workshop-Zyklen im Rahmen einer virtuellen europäischen Veranstaltung zusammengeführt und ihre Bedeutung für die zukünftige Ausgestaltung und Umsetzung der Wiederherstellungspolitik diskutiert.

Rolle des Ecologic Instituts

Das Ecologic Institut koordiniert BioClim-Restoration und verantwortet die Konzeption und Durchführung der Workshop-Reihe. Das Projektteam bringt seine Expertise zu naturbasierten Lösungen, zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zu Biodiversität und Klimaanpassung sowie zur europäischen Umweltpolitik ein. Darüber hinaus unterstützt das Ecologic Institut die systematische Auswertung der Workshop-Ergebnisse und deren Überführung in politikrelevante Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der IUCN durchgeführt.

Aus den Erfahrungen mit der Wiederherstellung von Ökosystemen in Europa zu lernen, kann dazu beitragen, Biodiversitäts- und Klimaziele wirksamer, skalierbarer und dauerhaft in die Praxis umzusetzen.

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Finanzierung
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Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
Wiederherstellung von Ökosystemen, naturbasierte Lösungen (NbS), Biodiversität, Klimawandel, EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur (NRR), nationale Wiederherstellungspläne (NRP), natürlicher Klimaschutz, Wiederherstellungspolitik, Governance
Europa
Skalierung, europäische Zusammenarbeit, Policy Brief, Workshop