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Enabling Public-Private Partnerships (PPPs) to Finance EU Nature Restoration

 

Photo: Tom Wild, University of Sheffield, Cover: biodiversa+, 2026

Enabling Public-Private Partnerships (PPPs) to Finance EU Nature Restoration

Publikation
Zitiervorschlag

Hart, E., Mc Guinness, S., Wild, T., Puértolas, L., Kupilas, B., Canavan & Fisher, J. (2026). Enabling Public-Private Partnerships (PPPs) to Finance EU Nature Restoration (Policy Brief). Biodiversa+ BiodivRestore Knowledge Hub. https://www.biodiversa.eu/policy-briefs

Die EU-Wiederherstellungsverordnung stellt einen wichtigen Meilenstein für den Schutz und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in Europa dar. Doch die Umsetzung der Ziele wird nicht allein von politischen Vorgaben abhängen, sondern auch von einer langfristig gesicherten Finanzierung. Angesichts wachsender Konkurrenz um öffentliche Mittel und zunehmender Haushaltszwänge gewinnt die Mobilisierung privater Investitionen zunehmend an Bedeutung. Ein neuer Biodiversa+-Policy Brief zeigt auf, wie gut ausgestaltete Public-Private Partnerships (PPPs) dazu beitragen können, privates Kapital für die Wiederherstellung der Natur zu mobilisieren und dabei gleichzeitig ökologische Integrität und das öffentliche Interesse zu wahren.

Warum Europa neue Finanzierungsansätze braucht

Die Natur ist nicht nur eine ökologische Ressource, sondern bildet auch eine wesentliche Grundlage für Europas Wirtschaft. Intakte Ökosysteme sichern unter anderem die Wasserregulierung, die Nahrungsmittelproduktion, den Hochwasserschutz sowie die Klimaanpassung. Gleichzeitig werden naturbezogene Risiken für Unternehmen und Finanzinstitutionen zunehmend sichtbar. Investitionen in die Wiederherstellung von Ökosystemen werden daher immer stärker sowohl als ökologische Notwendigkeit als auch als wirtschaftliche Chance verstanden. Dennoch bremsen politische Unsicherheiten, fragmentierte Märkte und ein Mangel an investitionsreifen Wiederherstellungsprojekten bislang ein stärkeres Engagement privater Akteure.

Warum Public-Private Partnerships wichtig sind

Der Policy Brief zeigt, dass Public-Private Partnerships dazu beitragen können, diese Finanzierungslücke zu schließen, indem sie öffentliche Steuerung mit privatem Kapital, technischem Know-how und Innovationskraft verbinden. Statt Wiederherstellung ausschließlich als Umweltaufgabe oder Kostenfaktor zu betrachten, plädiert der Brief dafür, intakte Ökosysteme als langfristige Infrastruktur mit ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Vorteilen zu verstehen. Voraussetzung für erfolgreiche Partnerschaften sind jedoch klare Governance-Strukturen, belastbare Monitoring-, Reporting- und Verifizierungssysteme (MRV), langfristige politische Planungssicherheit sowie eine aktive Einbindung lokaler Akteure. Anhand von Beispielen aus den Projekten MERLIN, REST-COAST, Peatland Finance Ireland und der River Stewardship Company zeigt der Policy Brief, wie solche Partnerschaften bereits heute erfolgreich umgesetzt werden.

Von Wiederherstellungszielen zu investitionsreifen Projekten

Um private Investitionen in größerem Umfang zu ermöglichen, empfehlen die Autorinnen und Autoren unter anderem den Aufbau von Projektpipelines für Wiederherstellungsmaßnahmen im Rahmen der Nationalen Wiederherstellungspläne, die Entwicklung standardisierter PPP-Modelle, den Ausbau von Blended-Finance-Instrumenten sowie eine stärkere Verankerung der Wiederherstellung der Natur in Europas Wirtschafts- und Wettbewerbsstrategie. Ebenso entscheidend sind der Wissenstransfer sowie der Kapazitätsaufbau in der öffentlichen Verwaltung, um glaubwürdige und investitionsreife Wiederherstellungsprojekte zu entwickeln.

Der Policy Brief wurde im Rahmen des BiodivRestore Knowledge Hub von Biodiversa+ erarbeitet und unter anderem von Benjamin Kupilas vom Ecologic Institut mitverfasst. Er liefert konkrete Empfehlungen für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, um private Investitionen für die Wiederherstellung der Natur zu mobilisieren und gleichzeitig langfristige Vorteile für Biodiversität, Gesellschaft und Wirtschaft zu sichern.

PPPs können eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der europäischen Naturwiederherstellung spielen, wenn sie durch klare politische Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Standards und eine faire Beteiligung aller Akteure unterstützt werden.

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Sprache
Englisch
Credits

Diese Veröffentlichung wurde vom BiodivRestore Knowledge Hub erstellt, der von Biodiversa+ finanziert und betreut wird, und von Robin Goffaux, Cloé Durieux und Julie de Bouville verfasst. Die wichtigsten Forschungsergebnisse wurden gemeinsam von Forschenden des BiodivRestore Knowledge Hub entworfen und validiert: Dr. Emma Hart, Dr. Shane Mc Guinness, Tom Wild, Dr. Laura Puértolas, Dr. Benjamin Kupilas, Rory Canavan und Assoc. Prof. Judith Fisher.

Unser Dank gilt Dr. Laura Guimarães, Dr. Josep Lloret Romañach, Dr. Magnus Tannerfeldt und Dr. Ron Winkler.

Finanzierung
Verlag
Jahr
Umfang
8 S.
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Naturwiederherstellung, Nature Restoration Regulation, Biodiversität, Public-Private Partnerships, PPP, Naturschutzfinanzierung, Biodiversa+, Nature Credits, Ökosystemleistungen, nachhaltige Finanzierung, Renaturierung, Biodiversitätsstrategie, Green Deal, Naturkapital
Europa, Irland, Italien, Euroraum, Küstenökosysteme, Moore, Flusslandschaften
Governance-Analyse, Finanzierungsmodelle, Public-Private Partnership, Monitoring Reporting Verification (MRV), Blended Finance, Stakeholder-Partizipation, Fallstudienanalyse