© Teresa Spantzel
Aktionsplan für die biologische Vielfalt in den Alpen
Unterstützung der deutschen Präsidentschaft der Alpenkonvention mit Schwerpunkt auf der Wiederherstellung der Natur
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Die Alpen zählen zu den bedeutendsten Biodiversitäts-Hotspots Europas und erbringen zahlreiche Ökosystemleistungen von europäischer Bedeutung. Gleichzeitig stehen ihre Ökosysteme durch den Klimawandel und vielfältige menschliche Einflüsse zunehmend unter Druck. Der Schutz und die Wiederherstellung intakter Ökosysteme sind daher von zentraler Bedeutung für die biologische Vielfalt und die langfristige Sicherung dieser Leistungen.
Die Alpenkonvention als Basis für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
Da viele alpine Ökosysteme und ökologische Prozesse grenzüberschreitend sind, kommt der Zusammenarbeit der Alpenstaaten bei der Planung und Umsetzung von Wiederherstellungsmaßnahmen besondere Bedeutung zu. Mit der Alpenkonvention besteht dafür ein etablierter Rahmen der transnationalen Zusammenarbeit. Das Alpine Biodiversity Board (ABB) entwickelt mit dem Alpinen Aktionsplan für Biodiversität (ABAP) einen gemeinsamen strategischen Handlungsrahmen für den Schutz der Biodiversität und die Wiederherstellung der Natur im Alpenraum.
Stärkung der Wiederherstellungsplanung im Alpenraum
Ziel des Projekts ist es, die deutsche Präsidentschaft der Alpenkonvention 2027–2028 dabei zu unterstützen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Wiederherstellung der Natur im Alpenraum zu stärken. Dafür wird zunächst der aktuelle Stand der Wiederherstellungsplanung in den Alpenstaaten systematisch erfasst und bestehendes Wissen für eine grenzüberschreitend abgestimmte Planung nutzbar gemacht. Auch die Entwürfe der nationalen Wiederherstellungspläne im Rahmen der EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) werden berücksichtigt. Auf dieser Grundlage werden vertiefte, ökosystemspezifische Leitlinien für zwei ausgewählte prioritäre Ökosysteme entwickelt. Die Ergebnisse werden zudem in länderspezifischen Zusammenfassungen für die einzelnen Vertragsstaaten aufbereitet. So entsteht eine belastbare fachliche Grundlage für den Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wissenschaft und für eine stärkere Zusammenarbeit bei der Wiederherstellung der Natur im Alpenraum.
Ecologic Institut: Verbindung von Politikanalyse und Stakeholder-Beteiligung
Das Ecologic Institute übernimmt die Gesamtkoordination des Projekts und leitet die Analyse der bestehenden Wiederherstellungspläne und -ansätze in den Alpenstaaten. Darüber hinaus verantwortet das Institut die Konzeption und Durchführung des ersten alpenweiten Workshops mit Vertreter:innen der Vertragsstaaten sowie die Erstellung von Berichten und Publikationen. Gemeinsam mit den Projektpartnern ist Ecologic außerdem an der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie beteiligt und unterstützt die Verbreitung der Projektergebnisse, unter anderem durch Online-Dialoge, Beiträge bei internationalen und regionalen Fachveranstaltungen sowie über soziale Medien.