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Research Priorities and Review Paper on Emergent Co-design

 

ACCREU project, 2026

Research Priorities and Review Paper on Emergent Co-design

Publikation
Zitiervorschlag

Watkiss, Paul et al. (2026). D1.5 Research priorities and review paper on emergent co-design (of the economics of transformational adaptation) (M37, Task 1.5). ACCREU, 2026.

Wie kann die Ökonomie Klimaanpassung bewerten, wenn nicht schrittweise Veränderungen, sondern grundlegende Umbauprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft erforderlich werden? Ein technischer Bericht von ACCREU untersucht dieses noch junge Forschungsfeld und formuliert acht Prioritäten für die Weiterentwicklung der Ökonomie transformativer Klimaanpassung. Eine zentrale Schlussfolgerung: Die Bewertung einzelner Projekte allein reicht kaum aus, um Entscheidungen über weitreichende systemische Veränderungen fundiert vorzubereiten.

Eine Forschungsagenda im gemeinsamen Reflexionsprozess

Der Bericht „Research priorities and review paper on emergent co-design (of the economics of transformational adaptation)“ dokumentiert einen reflexiven Co-Creation-Prozess, an dem Forschende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik und unterschiedlichen Fachrichtungen beteiligt waren. Im Mittelpunkt stand ein multidisziplinärer Workshop im April 2026 mit rund 40 Teilnehmenden. Transformative Klimaanpassung wurde dabei bewusst nicht allein als Frage der ökonomischen Bewertung einzelner Maßnahmen betrachtet. Stattdessen diskutierten die Beteiligten aus unterschiedlichen Perspektiven, welchen Beitrag die Wirtschaftswissenschaften zu Entscheidungen über strukturelle und potenziell weitreichende Veränderungen leisten können. Der Bericht verbindet die Dokumentation dieses methodischen Vorgehens mit einer Aufarbeitung relevanter ökonomischer Forschungsfelder. Daraus leitet das Autorenteam eine gemeinsame Forschungsagenda ab.

Acht Prioritäten für die Ökonomie der Transformation

Die Forschungsagenda benennt acht Bereiche, in denen weiterer Forschungsbedarf besteht. Sie reichen von grundlegenden Fragen nach der Rolle der Ökonomie bei gesellschaftlichen Transformationsprozessen bis zu konkreten methodischen und finanziellen Herausforderungen. Dazu gehört, die empirische Grundlage dafür zu verbessern, welche Formen transformativer Anpassung tatsächlich funktionieren. Weitere Schwerpunkte sind gesellschaftliche Präferenzen in Bezug auf Zeit und Verteilungsgerechtigkeit sowie die Weiterentwicklung mikroökonomischer Verfahren – etwa erweiterte Kosten-Nutzen-Analysen, Verteilungsanalysen und szenariobasierte Ansätze. Zugleich sollen makroökonomische Instrumente besser in die Lage versetzt werden, strukturellen Wandel abzubilden. Die Forschungsagenda hebt außerdem die Bedeutung von politischer Ökonomie, Institutionen- und Verhaltensökonomik hervor. Weitere Prioritäten betreffen die Finanzierung transformativer Anpassung, die Rolle des Privatsektors und die Frage, welche ökonomischen Ansätze für besonders weitreichende Reaktionen auf den Klimawandel erforderlich sind.

Ökonomische Analyse muss früher ansetzen

Eine zentrale Schlussfolgerung des Berichts betrifft den Ausgangspunkt ökonomischer Analysen. Wenn transformative Klimaanpassung grundlegende Veränderungen sozialer, wirtschaftlicher oder ökologischer Systeme bedeutet, setzt die Bewertung einzelner Projekte möglicherweise zu spät im Entscheidungsprozess an. Die Autorinnen und Autoren plädieren deshalb dafür, die ökonomische Analyse weiter „upstream“ anzusetzen: Zunächst sollten die wirtschaftlichen Gründe für grundlegende Veränderungen, mögliche Transformationspfade und deren systemische Folgen untersucht werden, bevor sich die Analyse auf einzelne Investitionen verengt. Viele dafür relevante Konzepte und Methoden sind in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaftswissenschaften bereits vorhanden. Sie müssen jedoch stärker zusammengeführt und über die Analyse marginaler Veränderungen hinaus weiterentwickelt werden. Diese breitere Perspektive ist auch für die Finanzierung entscheidend. Um öffentliche und private Mittel für transformative Klimaanpassung zu mobilisieren, reicht es nicht aus zu wissen, ob sich eine einzelne Investition wirtschaftlich rechnet. Ebenso wichtig ist die Frage, unter welchen wirtschaftlichen und institutionellen Bedingungen grundlegender Wandel überhaupt möglich und finanzierbar wird.

Das ACCREU-Deliverable D1.5, Research priorities and review paper on emergent co-design (of the economics of transformational adaptation), dokumentiert den Co-Creation-Prozess und die Workshop-Methodik, arbeitet relevante Forschungsfelder auf und bündelt die Ergebnisse in acht Forschungsprioritäten für die Ökonomie transformativer Klimaanpassung.

Ökonomische Analysen transformativer Klimaanpassung müssen früher ansetzen und die Voraussetzungen und Folgen grundlegender systemischer Veränderungen in den Blick nehmen.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Paul Watkiss
Alistair Hunt
Finanzierung
Jahr
Umfang
37 S.
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
transformative Klimaanpassung, Klimaanpassung, Anpassungsökonomie, Klimaökonomie, struktureller Wandel, Anpassungsfinanzierung, politische Ökonomie, ACCREU
Europa
reflexive Co-Creation, multidisziplinärer Workshop, Literaturauswertung, Forschungsagenda, mikroökonomische Analyse, makroökonomische Modellierung, Kosten-Nutzen-Analyse, Verteilungsanalyse