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Vorschläge zur internationalen Governance von Geoengineering

Vorschläge zur internationalen Governance von Geoengineering

Timeloc
20. März 2013
Berlin
Deutschland

Am 20. März 2013 stellte das Ecologic Institut seine Ergebnisse zum Forschungsprojekt "Internationale Regelungsoptionen für Geoengineering" im Bundesumweltministerium vor. Die öffentliche Abschlussveranstaltung war Teil eines Forschungsprojekts im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA), in dem das Ecologic Institut Ziele und konkrete Optionen für die Governance  von Geoengineering auf internationaler Ebene entwickelt. Das Projekt konzentriert sich auf Optionen und Vorschläge, die in die Praxis umgesetzt werden können. Nach der Vorstellung durch das Projektteam erörterten Vertreter aus Politik, Wissenschaft  und Öffentlichkeit in einer Podiumsdiskussion die politische Einordnung der Ergebnisse.

Bei Geoengineering (auch: climate engineering) handelt es sich um einen Sammelbegriff, der relativ neue und sehr unterschiedliche Konzepte für zielgerichtete und meist großmaßstäbliche  Eingriffe in das Klimasystem umfasst, welche die Klimaerwärmung oder ihre Auswirkungen unabhängig von der Reduzierung der CO2-Emissionen verringern sollen. Dazu gehören z. B. Eisendüngung der Meere und das Einbringen von Schwefelpartikeln in die Atmosphäre, um die globale Sonneinstahlung zu reduzieren.

Nach einer Einführung durch Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes, wurden die Kernergebnisse und -regelungsvorschläge des Projekts vorgestellt von Ralph Bodle, Senior Fellow at Ecologic Institute und Projektleiter, und Sebastian Oberthür, Academic Director des Institute for European Studies an der Freien Universität Brüssel. Das Projekt entwickelte Ziele und Kriterien speziell für die internationale Governance von Geoengineering, leitete daraus Kernelemente einer Governancestruktur ab und analysierte, welche Geoengineering-Konzepte vorranging geregelt werden sollten. Auf dieser Grundlage identifizierte das Ecologic Institut Lücken im bestehenden internationalen Regelungsrahmen und Vorschläge, um diese zu schließen.

Eine anschließende Podiumsdiskussion unter Moderation von Dagmar Dehmer, Tagesspiegel, ordnete die Ergebnisse und Vorschläge politisch ein. Auf dem Podium waren Rene Röspel, MdB und stellvertretender Forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Mark Lawrence, Wissenschaftlicher Direktor des Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam (IASS), Harry Lehmann, Leiter des Fachbereichs "Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien" des Umweltbundesamtes, und R. Andreas Kraemer, Director, Ecologic Institut, Berlin. Die Diskussion drehte sich vor allem um die Fragen, wie legitime Forschung in Einklang gebracht werden kann mit den potentiellen Risiken von Geoengineering für die Umwelt und in politischer Hinsicht. Außerdem ging es darum, welche institutionelle Struktur am besten geeignet ist, die Funktionen internationaler Governance von Geoneongineering zu erfüllen.

Die Studie steht zum Herunterladen zur verfügung.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Partner
Vrije Universiteit Brussel, Institute for European Studies (IES), Belgien
Datum
20. März 2013
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Deutsch
Projektnummer
2379
Schlüsselwörter
internationales Umweltrecht, Governance, Geoengineering, Klima Engineering, Solar Radiation Management, SRM, Carbon Dioxide Removal, CDR, Klima, Biodiversität , rechtliche Regelungen, Welt, global