Nur wenige Wochen vor dem UN-Klimagipfel (COP26) wurde Dr. Camilla Bausch eingeladen, einen Beitrag für die vom ISPI veröffentlichte Publikationsreihe "Klimawandel: Ein globaler Kampf am Wendepunkt" zu verfassen. Ihr hochaktueller Beitrag erläutert die Komplexität der Themen und der internationalen politischen Landschaft im Vorfeld der COP26.
Im Rahmen dieses Projekts unterstützt das Ecologic Institut zusammen mit dem Öko-Institut und Prof. Dr. Klinski von der HWR Berlin das federführende Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) bei der Vorbereitung von Verhandlungen auf EU-Ebene, der Umsetzung von Unionsrecht und der Fortentwicklung des nationalen Rechtsrahmens. Die Unterstützung erfolgt durch Aufarbeitung rechtlicher Fragestellungen, einschließlich ökonomischer und sonstiger Wirkungen sowie durch Ad hoc-Analysen.
Jeder, der das Meer liebt, hat eine Geschichte zu erzählen. Im Podcast "If Oceans Could Speak" erzählen Wissenschaftler und Experten aus verschiedenen Bereichen, Gelehrte und Seeleute, Künstler*innen und Aktivist*innen ihre Geschichten über die Ozeane um uns herum, ihren Wert und ihre Verletzlichkeit.
Dieser Bericht gibt einen europaweiten Überblick über die wichtigsten Treiber und Belastungen, die den Kern der wasserwirtschaftlichen Herausforderungen bilden. Er zeigt auf, wodurch die europäischen Wasserkörper am stärksten gefährdet sind und weshalb umweltpolitische Zielvorgaben nicht erreicht werden können. Der EUA-Bericht "Drivers of and pressures arising from selected key water management challenges – A European overview" wurde gemeinsam vom Ecologic Institut, dem deutschen Umweltbundesamt und der EUA verfasst.
Die digitalen, vielleicht "intelligenten" Technologien, die in Zukunft alle Bereiche der Gesellschaft und insbesondere unsere Städte prägen sollen, brauchen eine Regulierung. Denn solche Technologien informieren, entscheiden und steuern – nur in wessen Interesse und für welche Ziele? Seit Kurzem wird verstärkt über Möglichkeiten einer demokratischen Datengovernance "von unten" nachgedacht und debattiert. Bürger*innen sollen (auch) durch das bewusste Teilen ihrer Daten mitentscheiden können, wofür intelligente, datengetriebene Maschinen eingesetzt werden. Können solche Ansätze ein Modell für eine nachhaltige Digitalisierung der Städte und Kommunen darstellen und ein Gegengewicht zu den Datenmonopolen großer Konzerne bieten? Wie könnte eine demokratische Datengovernance in Berlin aussehen?
Die Wechselwirkungen zwischen Klima- und Ressourcenpolitik – der sogenannte "Klima-Ressourcen-Nexus" – müssen noch wesentlich besser verstanden und die möglichen Auswirkungen wirksamer Maßnahmen systematisch analysiert werden. Vor diesem Hintergrund diente die Abschlusskonferenz dazu, zentrale Ergebnisse des ICARE-Projekts vorzustellen und zu diskutieren, insbesondere Ergebnisse von Systemdynamik-Modell-Simulationen möglicher ökologischer und ökonomischer Auswirkungen verschiedener klimaschutz- und ressourcenpolitischer Maßnahmen in verschiedenen Weltregionen.
Wälder und Meere sind lebenswichtig für das Klima, die biologische Vielfalt und die Menschen, aber sie sind degradiert und ihre Ökosystemleistungen sind ernsthaft beeinträchtigt, hauptsächlich weil die finanziellen, wirtschaftlichen und Governance-Strukturen falsch gestaltet sind. Die Autoren dieses T20-Politikpapiers schlagen vor, dass die G20 dazu beitragen, das REDD+-Klimainstrument für Wälder zu stärken und es auf blauen Kohlenstoff aus Küsten- und Meeresökosystemen auszuweiten. Durch eine Ausweitung auf die beiden größten, vielfältigsten und produktivsten Ökosysteme der Erde können diese beiden Ansätze erhebliche wirtschaftliche und klimatische Vorteile bringen. Das T20-Politikpapier steht zum Download bereit.
Die Zahl von Think Tanks nimmt global rapide zu. Diese Think Tanks unterscheiden sich untereinander allerdings erheblich mit Blick auf ihre inhaltlichen Schwerpunkte, ihre Strukturen und Geschäftsmodelle. Was aber eint sie und warum braucht es Think Tanks? In einem Interview mit André Martinuzzi vom European Sustainable Development Network (ESDN) reflektiert Dr. Camilla Bausch (Direktorin des Ecologic Instituts) über die Rolle und Ziele umweltpolitischer Think Tanks.
Im Auftrag des Europäischen Parlaments untersuchte das Ecologic Institut mit Unterstützung des IEEP die Potenziale von "Carbon Farming" in der EU und ging der Frage nach wie Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft effektiv gesteigert werden können. Der Auftrag stand im Zeichen zwei wichtiger politischer Vorschläge der EU-Kommission die im Dezember 2021 veröffentlicht werden sollen. (Die "Carbon Farming Initiative" und der "Carbon Removals Certification Mechanism"). Die Studie liefert wissenschaftliche Erkenntnisse von Carbon-Farming-Optionen, möglichen Geschäftsmodellen und Herausforderungen und bewerten diese. Hinzukommt die Evaluierung von Finanzierungs- und Gesetzesvorhaben.
Bereits 2011 wurde der "Entwicklungsplan Meer – Strategie für eine integrierte deutsche Meerespolitik" veröffentlicht und setzt bisher den Rahmen für alle meeresbezogenen Politiken in Deutschland. Eine integrierte Meerespolitik umfasst alle Facetten meeresbasierter Aktivitäten über verschiedene Sektoren hinweg. Grundsätzlich lassen sie sich jedoch in den drei Nachhaltigkeitssäulen "Ökologie, Ökonomie und Soziales" zusammenfassen. Eine umfassende Evaluierung der integrierten deutschen Meerespolitik fand bisher noch nicht statt, da es an einer Zusammenstellung entsprechender Indikatoren zur Bewertung fehlte. Mit dem Projekt "Indikatoren einer integrierten deutschen Meerespolitik" soll diese Lücke geschlossen werden.
Der Forschungsverbund Ecornet Berlin beschrechen mit Expert*innen auf den Zukunftsforum am 14. September 2021, (Wie) Lassen sich die Erfahrungen und Expertisen der Akteur*innen in den Städten und Quartieren vor Ort, die vielfältigen spontanen Initiativen der Solidarität und des Zusammenhalts in der Krise stärker in formale politische Prozesse einbeziehen, um Städte nachhaltiger, gesünder und lebenswerter zu gestalten?
Vor dem Hintergrund globaler Lieferketten, globaler Umweltkrisen und dem Klimawandel ist die Diskussion über Wechselbeziehungen zwischen Handel und Nachhaltigkeit verstärkt in den Vordergrund gerückt. Das Ecologic Institut unterstützt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), politisch durchsetzbare Optionen zu erarbeiten, um Nachhaltigkeitsverpflichtungen in Handelsverträgen zu stärken.
Das COACCH-Projekt veranstaltete vier interaktive Workshops, um die Aktivitäten und Outputs des Projekts gemeinsam mit Stakeholdern zu gestalten. Die ersten drei Workshops, die zwischen 2018 und 2020 stattfanden, lieferten wichtige Inputs für das Projekt. Im vierten und letzten kollaborativen Workshop, der am 9. und 10. September 2021 stattfand, wurden die finalen Ergebnisse des Projektes diskutiert. Mehr als 40 Stakeholder aus acht europäischen Ländern nahmen an dem virtuellen Workshop teil.
Die Gewinnung und Verarbeitung natürlicher Ressourcen war 2015 für 23 % der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Daher verspricht die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs durch Ressourceneffizienz erhebliche Beiträge zum Klimaschutz. Dieser "Klima-Ressourcen-Nexus" wurde bisher meist aus einer wissenschaftlichen, am Globalen Norden orientierten Perspektive erforscht. In diesem Artikel analysieren Forschende des Ecologic Instituts mögliche Wechselwirkungen zwischen Klima- und Ressourcenpolitik in verschiedenen Weltregionen. Im Ergebnis wird deutlich, dass es keine generische Klima-Ressourcen-Nexus-Politik gibt. Der Artikel steht online zur Verfügung.
Ungeachtet ihrer Klimazusagen hat es die EU immer wieder versäumt, aus den fossilen Brennstoffen auszusteigen. Dieser Ausstieg ist eine der langwierigsten und festgefahrensten Fragen der EU-Klima- und Energiepolitik. Die Konferenz zur Zukunft Europas könnte dieser festgefahrenen Debatte neuen Schwung verleihen.