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Disaster Risk Reduction (DRR)-Strategien für die europäischen Küsten

Disaster Risk Reduction (DRR)-Strategien für die europäischen Küsten

Die Europäische Union ist in der einzigartigen Position, die Anstrengungen der Mitgliedstaaten um die Entwicklung von Disaster Risk Reduction (DRR)-Strategien zu unterstützen und koordinieren.

Die Küstenstürme, der  Meeresspiegelanstieg und die Überflutungen haben bereits und werden weiterhin erhebliche Auswirkungen in ganz Europa haben und die Sicherheit der Menschen und ihre Lebensgrundlage gefährden. Aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums und der erhöhten Wahrscheinlichkeit von  Gefahren infolge des Klimawandels, werden diese Risiken in naher Zukunft voraussichtlich zunehmen. RISC-KIT und PEARL entwickeln Methoden, Instrumente und Managementansätze zur Minimierung von Risiken und Steigerung der Resilienz von europäischen Küstengebieten.

Der Policy Brief, der im Oktober 2014 veröffentlichten wurde, identifizierte Schlüsselbotschaften für EU-Entscheidungsträger, die auf die Verbesserung der Disaster Risk Reduction (DRR)-Strategien abzielen. Der Policy Brief, mitverfasst von Benjamin Boteler, Grit Martinez, Nico Stelijes und Katrina Abhold des Ecologic Instituts, ist das Ergebnis eines internationalen Fallstudienberichts, der auf  Interviews mit wichtigen Stakeholdern und die Analyse der nationalen, regionalen und lokalen Richtlinien basiert. Der Policy Brief ist ein Produkt der EU-FP7-Projekte, RISC-KIT (Resilience-Increasing Strategies for Coasts-Toolkit) und PEARL (Preparing for Extreme and Rare events in coastaL regions).

Die Analyse ergab, dass sich die Umsetzung der DRR-Strategien auf lokaler Ebene wegen einer Vielzahl von physikalischen, gesellschaftspolitischen und kulturellen Faktoren unterscheidet. Schlüsselbotschaften für die europäischen Politiker sind:

  • Klimabedingte Küstenstürmen und die laufende Entwicklung der Küstengebiete machen  eine Neubewertung der DRR-Strategien erforderlich. Strategien, die von den Vorsorge- und einigen Risikomitigationsmaßnahmen abhängen, müssen mehr Präventions- oder Mitigationsmaßnahmen ergreifen.
  • Sowohl technische als auch Ökosystemansatz-basierte Lösungen sind mögliche Optionen, um langfristige DRR-Strategien zu entwickeln. Ökosystemansatz-basierte Lösungen können 'win-win'-Lösungen unterstützen, obwohl bis heute die Umsetzung durch eine Trennung zwischen Katastrophenvorsorge, Anpassung und Naturschutzzielen begrenzt ist.
  • Zu einer größeren Anpassung  und zur wirksamen Umsetzung von Politiken führen: die Berücksichtigung von lokalen Werten und die Anpassung der nationalen DRR-Strategien an den lokalen historischen und soziokulturellen Merkmalen, Prioritätensetzung durch Multi-Level-Kommunikation und die Einbeziehung der Interessengruppen..
  • Die Europäische Union ist in der einzigartigen Position, die Anstrengungen der Mitgliedstaaten um die Entwicklung von Disaster Risk Reduction (DRR)-Strategien zu unterstützen und koordinieren. Sie kann den Wissens- und Informationstransfer, die Entwicklung kostengünstiger Werkzeuge und Standards fördern.

Der Policy Brief analysiert auch die bestehende EU-Politik, die die Grundlage für eine Verbesserung des DRR-Managements liefert, und die Aussichten auf eine Umwertung der europäischen DRR-Strategien durch eine Neuformulierung der UN Hyogo Rahmenaktionsziele im Jahr 2015. Der Policy Brief [pdf, 1.3 MB, Englisch] steht als Download zur Verfügung.


Zitiervorschlag

Benjamin Boteler, Ap van Dongeren, Zoran Vojinovic et al. 2014: Disaster Risk Reduction Strategies in EU Coastal Areas (Policy Brief). RISC-KIT/PEARL.

Sprache
Englisch
Autor(en)
Ap von Dongeren RISC-KIT Project Coordinator (Deltares)
Zoran Vojinovic PEARL Project Coordinator (UNESCO-IHE)
Jahr
2014
Umfang
8 S.
Projektnummer
2729
Schlüsselwörter
Anpassung, Risiko, Küsten, Küstenstürmen, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Stakeholder Engagement, Wissenstransfer, Umweltgovernance ,