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Implementierung von naturbasierten Lösungen in Städten - Expertengespräch

Implementierung von naturbasierten Lösungen in Städten - Expertengespräch

Timeloc
7. März 2019
Berlin
Deutschland
Die Beteiligung von Bürgern, sektorübergreifende Strategien und die Umsetzung relevanter Politikinstrumente sind essentiell, um eine breite Akzeptanz naturbezogener Lösungen in Städten zu schaffen.

Am 7. März 2019 trafen sich polnische und deutsche Experten, die zu naturbasierte Lösungen (NBS) arbeiten, zu einem informellen Erfahrungsaustauschim Ecologic Institut in Berlin. Die Gruppe bestand aus Ingenieuren, Planern, Landschaftsarchitekten, Akademikern, Politikexperten, Künstlern und Vertretern der Stadtverwaltung. Die Teilnehmer sprachen von ihren unterschiedlichen Erfahrungen mit NBS - von der Planung stadtweiter grüner Infrastrukturkonzepte oder Ökobezirken bis hin zur Realisierung spezifischer Lösungen. Die Ergebnisse dieses Treffens, das vom Ecologic Institut organisiert wurde,  werden in die laufenden Aktivitäten des "Climate NBS Polska"-Projektes integriert. Dazu gehören die Entwicklung eines Kataloges naturbasierter Lösungen und ein Leitfaden zum Einsatz von Politikinstrumenten, um polnische Städte bei der Umsetzung von NBS zu unterstützen.

Naturbasierte Lösungen (NBS) können kosteneffizient zum Klimaschutz beitragen und zeitgleich sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen stiften. Trotz des Potenzials werden NBS in urbanen Gebieten aufgrund von verschiedener Hürden bisher kaum umgesetzt. Das durch die Europäische Klimaschutzinitiative (EUKI) finanzierte Projekt "Climate NBS Polska" soll polnischen Städten, Ingenieuren und Stadtplanern helfen, diese Herausforderungen zu meistern und das Verständnis, die Akzeptanz und die Implementierung von NBS im städtischen Klimaschutz zu verbessern.

Die Diskussionen im Workshop konzentrierten sich auf die Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung von NBS in der Praxis sowie Möglichkeiten und kreativen Lösungen, um diese zu überwinden. Relevante Herausforderungen betreffen vor allem:
i) Governance-Strukturen (unklare Zuständigkeiten, Mangel an unterstützenden Regelungen, öffentliche Ausschreibungen),
ii) Ressourcen (Mangel an Finanzierung als auch an qualifizierten Fachkräften und Know-how und fehlenden Daten),
iii) Innovationen (begrenzte Akzeptanz, Mangel an transdisziplinärem Denken, fehlende Offenheit gegenüber Innovation, und institutionelle Trägheit).

Zu den Lösungen, die sich als wirksam erwiesen haben, gehören Strategien zur aktiven Bürgerbeteiligung, die Entwicklung umfassender, sektorenübergreifender und langfristiger Visionen für blaue und grüne Infrastrukturen bzw. naturbasierte Lösungen in Städten, die kreative Nutzung physischer Räume und die Umsetzung unterstützender politischer Instrumente.