Teodora Bibu
MSc (Integrated Natural Resource Management)
BA (Political Science)
Researcher
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Teodora Bibu ist Researcher am Ecologic Institut. Ihre Arbeit basiert auf dem Verständnis, dass Ernährung und Landwirtschaft nie isoliert betrachtet werden können. Sie sind geprägt von politischen, sozialen und strukturellen Bedingungen, die eng miteinander verwoben sind. In ihrer Forschung geht es daher darum, diese Komplexität sichtbar und handhabbar zu machen, und daraus Wege für gerechtere und nachhaltigere Ernährungs- und Agrarsysteme abzuleiten. Sie arbeitet vor allem auf Deutsch und Englisch, spricht fließend Französisch und Rumänisch und unterstützt Projekte gelegentlich auch auf Portugiesisch und Italienisch.
Mit ihrem politikwissenschaftlichen Hintergrund arbeitet Teodora mit einem breiten methodischen Repertoire: von partizipativen Co-Creation-Prozessen und stakeholderorientierten Formaten über qualitative Interviews und Policy-Analysen bis hin zu datenbasierten Auswertungen. Über diese unterschiedlichen Zugänge hinweg verfolgt sie das Ziel, Erfahrungen und Wissen aus der Praxis mit klaren Problemdefinitionen und umsetzbaren Handlungsoptionen für Politik, Verwaltung, Praxisakteur:innen und eine breitere Öffentlichkeit zu verbinden.
Ihre Arbeit bewegt sich zwischen kommunaler, nationaler und europäischer Ebene: von der Entwicklung ernährungspolitischer Ansätze für Städte und Kommunen über die Beratung deutscher Behörden zur Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik bis hin zu europäischen Projekten zu Lebensmittelverschwendung, Pestizidreduktion und widerstandsfähigeren Ernährungssystemen.
Aktuell arbeitet Teodora unter anderem im Projekt FOODWISE „Empowering Equitable and Emotionally Intelligent Transitions to Circular Food Systems“, das untersucht, wie zirkuläre Praktiken im Ernährungssystem über reines Umweltbewusstsein hinaus stärker im Einzelhandel und im Konsumverhalten verankert werden können. Ihr Schwerpunkt liegt darauf, Projektergebnisse in politische Empfehlungen zu übersetzen und in die europäische Politiklandschaft einzuordnen. Darüber hinaus ist sie im Projekt FLOODTRAIN „From Knowledge to Action: Empowerment and Training of Floodplain Restoration Managers“ tätig, das wissenschaftliches Wissen, praktische Erfahrung und Stakeholderperspektiven in anwendungsorientierte Trainings für Fachkräfte der Auenrenaturierung überführt. Hier wirkt sie an der Entwicklung des Trainingsmoduls zu Partnerschaften und Finanzierung in der Auenrenaturierung mit. Im Projekt „Innovationen in Wertschöpfungsketten der Agroforstwirtschaft zur Förderung der Tragfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe“ (AF4Value), das sich mit Wertschöpfungsketten, Geschäftsmodellen und politischen Rahmenbedingungen für Agroforstwirtschaft beschäftigt, unterstützt sie den Aufbau von Living Labs in Deutschland, Italien und Frankreich. Daneben wirkt sie an weiteren nationalen und regionalen Projekten der Teams Ernährung und Landwirtschaft mit.
In früheren Arbeiten war Teodora am SPRINT-Projekt „Übergang zu einem nachhaltigen Pflanzenschutz: Ein globaler Gesundheitsansatz“ beteiligt. Dort unterstützte sie einen umfassenden partizipativen Bottom-up-Prozess, in dem Transformationspfade aus der Pestizidabhängigkeit entwickelt und in politische Empfehlungen für Entscheidungsträger:innen auf EU- und nationaler Ebene übersetzt wurden. Zudem arbeitete sie im Projekt „Klimaschutz im Agrarsektor Mittel- und Osteuropas gestalten“, das die Auswirkungen der Gemeinsamen Agrarpolitik in häufig weniger beachteten mittel- und osteuropäischen Ländern untersuchte und die Herausforderungen beleuchtete, die mit der Anwendung eines gemeinsamen Politikrahmens in sehr unterschiedlichen agrarischen Kontexten verbunden sind.
Über die Jahre sammelte sie breitgefächerte Arbeitserfahrung in universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten, wie zum Beispiel am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin (FU Berlin) und am Öko-Institut Berlin.
Teodora Bibu erlangte ihren Masterabschluss "Integrated Natural Resource Management" an der Humboldt-Universität zu Berlin und einen Bachelorabschluss in Politikwissenschaften vom Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Zeitweise studierte sie auch an der Sciences Po Lyon (Frankreich) sowie der Universidade Federal do Rio de Janeiro (Brasilien).