Temporary Carbon Units from Carbon Farming and EU Agri-food Climate Policy
Risks, opportunities and policy design choices
- Publikation
- Zitiervorschlag
McDonald, H., Siemons, A., Fallasch, F., Gardiner, J., Scheid, A., Scheffler, M., & Wiegmann, K. (2026). Temporary carbon units from carbon farming and EU agri-food climate policy: Risks, opportunities and policy design choices [Poster presentation]. European Carbon Farming Summit 2026, Padua, Italy. Ecologic Institute & Oeko-Institut.
Dieses Poster, präsentiert auf dem European Carbon Farming Summit 2026, fasst zentrale Ergebnisse zu Risiken, Chancen und politischen Implikationen der Integration temporärer Kohlenstoffeinheiten aus Carbon Farming in die EU-Agrar- und Klimapolitik zusammen.
Carbon Farming gilt als wichtiger Baustein für die Transformation der Landwirtschaft. Viele Maßnahmen führen jedoch nur zu temporären Klimawirkungen, da gespeicherter Kohlenstoff durch veränderte Bewirtschaftung oder externe Einflüsse wieder freigesetzt werden kann.
Im Poster werden drei derzeit auf EU-Ebene diskutierte Politikansätze analysiert: ein Agrar-Emissionshandelssystem (AgETS), verbindliche Klimastandards (MCS) sowie öffentliche Beschaffungssysteme. Während diese Instrumente ein großes Potenzial zur Emissionsminderung bieten, birgt die Nutzung temporärer Einheiten zur Kompensation erhebliche Risiken für die ökologische Integrität.
Besonders hoch sind die Risiken bei leicht reversiblen Maßnahmen wie der Kohlenstoffspeicherung im Boden. Ansätze ohne Kompensationslogik, etwa rein öffentlich finanzierte Beschaffung, schneiden hinsichtlich der Umweltintegrität deutlich besser ab.
Die auf dem Poster vorgestellte Analyse zeigt, dass aktivitätsbasierte Zahlungen eine robustere Alternative zur ergebnisbasierten Zertifizierung darstellen können, insbesondere bei risikobehafteten, temporären Maßnahmen.