Direkt zum Inhalt

Financing the Transition: Current Trends and Emerging Opportunities

© Ecologic Institut, 2026

Financing the Transition: Current Trends and Emerging Opportunities

Ecologic Institute at the 3rd European Carbon Farming Summit 2026

Präsentation
Datum
Ort
Padua, Italien
Podiumsdiskussion

Vom 17. bis 19. März 2026 brachte der European Carbon Farming Summit 2026 führende Akteure aus Politik, Forschung, Privatwirtschaft und Praxis zusammen, um die Rolle von Carbon Farming für die Klima- und Agrarwende in Europa zu diskutieren. Die Veranstaltung fand in Padua statt und markiert einen wichtigen Zeitpunkt, da Carbon Farming zunehmend in die Umsetzungsphase übergeht – bei gleichzeitig zahlreichen offenen Fragen.

Das Ecologic Institut hat sich als Teil der Konsortien CREDIBLE und CAFAMORE aktiv am Programm beteiligt und Einblicke aus seiner Arbeit zu Kohlenstoffmärkten, Agrarfinanzierung und Landnutzungs-Governance eingebracht.

Zentrale Erkenntnisse:

  • Carbon Farming kann die Transformation der Landwirtschaft im Rahmen des CRCF unterstützen – vorausgesetzt, es werden hohe Anforderungen an Glaubwürdigkeit und Ambitionsniveau gestellt. Dies erfordert eine Abkehr von der Förderung einzelner Maßnahmen hin zu systemischen, resilienten Bewirtschaftungsansätzen, die Landwirt:innen als Gestalter klimaresilienter Landschaften positionieren.
  • Die Diskussion hat sich von der Frage, wie Kohlenstoffzertifikate bereitgestellt werden können, hin zu der Frage verlagert, wer diese nachfragt und aus welchen Gründen. Die Schaffung freiwilliger Nachfrage bleibt eine zentrale Herausforderung. Der vorgeschlagene EU Buyers Club wurde auf dem Gipfel häufig diskutiert und könnte als Zwischenschritt dienen, sollte jedoch vor allem als Lernmechanismus verstanden werden, um künftig stärkere verpflichtende Märkte zu ermöglichen.
  • Weiterhin besteht erhebliche Unklarheit hinsichtlich Co-Claiming, Scope-3-Berichterstattung, der Rolle der Science Based Targets Initiative (SBTi) sowie der Frage, wie diese verschiedenen Rahmenwerke zusammenwirken können. Für Anbieter und Nachfrager von Carbon-Farming-Zertifikaten ist hier dringend mehr Klarheit erforderlich, um Vertrauen zu schaffen und Wirkung zu skalieren.
  • Geopolitische Unsicherheiten sowie Preisschocks bei landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie synthetischen Düngemitteln oder Harnstoff haben die Diskussion darüber geprägt, wie Carbon Farming zur Entwicklung resilienter und unabhängiger Agrarsysteme beitragen kann, die auf regionalen Wertschöpfungsketten basieren.
  • Kohlenstofffinanzierung allein reicht oft nicht aus. Um Projekte zur Kohlenstoffbindung rentabel zu machen, sind eine Mischfinanzierung, staatliche Unterstützung und vielfältige Einnahmequellen unerlässlich.
  • Zudem hat die Debatte darüber zugenommen, wie Carbon Farming und naturpositive Ansätze zusammenwirken können, um ein ganzheitlicheres Nutzenversprechen für Landwirt:innen und Ökosysteme zu schaffen – wenngleich weiterhin zahlreiche Fragen offen sind.

In seinem Panel diskutierte Hugh McDonald aktuelle Entwicklungen in Kohlenstoffmärkten sowie politische Rahmenbedingungen für Carbon Farming. In einer Sitzung zu Finanzierungsströmen für die Agrartransformation erläuterte Aaron Scheid, wie unterschiedliche Finanzierungsinstrumente die Transformation unterstützen können, einschließlich Ansätzen der integrierten Landschaftsfinanzierung, die Maßnahmen über Betriebe und Ökosysteme hinweg bündeln, um klimaresiliente Agrarlandschaften zu fördern. Im Rahmen der Postersession präsentierte Jonathan Gardiner Forschung zu Risiken, Chancen und politischen Implikationen der Integration temporärer Kohlenstoffeinheiten in die EU-Agrar- und Klimapolitik.

Der European Carbon Farming Summit bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Forschenden, politischen Entscheidungsträger:innen, Unternehmen und Praktiker:innen an der Schnittstelle von Landwirtschaft, Klima und Landmanagement. Die Konferenz wird durch die Europäische Union im Programm Horizont Europa als Teil des Projekts CREDIBLE gefördert. Die jährlich stattfindenden Fachkonferenzen sollen fortgesetzt werden und werden vom Konsortium CREDIBLE 2.0 organisiert, an dem das Ecologic Institut beteiligt ist.

Carbon Farming geht in die Umsetzung – der Erfolg hängt von klaren Regeln, verlässlicher Nachfrage und systemischen Ansätzen in der Landwirtschaft ab.

Kontakt

Mehr Inhalte aus diesem Projekt

Veranstaltung
veranstaltet von
Podiumsdiskussion
Datum
Ort
Padua, Italien
Sprache
Englisch
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Dekarbonisierung der Landwirtschaft, Kohlenstoffbindung im Boden, regenerative Landwirtschaft, klimafreundliche Landwirtschaft, Emissionszertifikate-Systeme, Übergang zu einer nachhaltigen Landwirtschaft, ökosystembasierte Landwirtschaft, Politik zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, CO₂-Bepreisung in der Landwirtschaft, landbasierte Klimalösungen, Agrarumweltpolitik, Klimaschutz in der Landwirtschaft
Europa
Podiumsdiskussion, Konferenzdialog, politische Analyse, Austausch mit Interessengruppen, Szenariodiskussion, Finanzanalyse, Forschungspräsentation, Posterpräsentation, Wissensaustausch