Guidelines for Climate Adaptation in Rome
Strategies for the mitigation of Urban Heat Islands
- Publikation
- Zitiervorschlag
Profeta, Beatrice; Iwaszuk, Ewa; Salvatori, Elisabetta (2025): Guidelines for Climate Adaptation in Rome – Strategies for the Mitigation of Urban Heat Islands. Intervention Manual. Annex to Deliverable D4 – Draft Action Plans for the Mitigation of the Urban Heat Island Effect in Two Pilot Areas. Brussels.
Mit der zunehmenden Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen in Europa stehen Städte vor der Herausforderung, die Hitzebelastung in Straßen, Plätzen, Gebäuden und anderen öffentlichen Räumen wirksam zu reduzieren. Der städtische Wärmeinseleffekt führt dazu, dass dicht bebaute Stadtgebiete deutlich höhere Temperaturen aufweisen als ihr Umland. Dies erhöht gesundheitliche Risiken, insbesondere für vulnerable Bevölkerungsgruppen, und beeinträchtigt die Lebensqualität in urbanen Quartieren.
Der Leitfaden unterstützt die Stadt Rom dabei, Maßnahmen zur Hitzeanpassung systematisch in die Stadtplanung und Stadterneuerung zu integrieren. Er bietet einen praxisnahen Orientierungsrahmen für die Auswahl geeigneter Maßnahmen zur Senkung von Oberflächen- und Lufttemperaturen, zur Verbesserung von Verschattung und Luftzirkulation sowie zur Gestaltung klimaresilienter öffentlicher Räume.
Ein praxisorientierter Leitfaden für Maßnahmen zur urbanen Kühlung
Der Leitfaden stellt rund 30 Maßnahmen vor, die auf die städtebaulichen, ökologischen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen Roms zugeschnitten sind. Sie sind drei Kategorien zugeordnet:
- Naturbasierte Lösungen, darunter Straßenbäume, Pocket Parks, urbane Wälder, Gründächer, Bioswales und grüne Korridore;
- Technische („graue“) Lösungen, wie Verschattungselemente, reflektierende Dächer, wasserdurchlässige Beläge und Wassermanagementsysteme;
- Unterstützende Maßnahmen (Enabling Solutions), darunter Klimaschutzräume (Climate Shelters) sowie Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen.
Jede Maßnahme wird in einem kompakten zweiseitigen Steckbrief beschrieben. Diese enthalten Informationen zur Funktionsweise, zu geeigneten Einsatzbereichen sowie zu den erforderlichen Governance-Strukturen. Darüber hinaus werden Richtwerte zu Investitions- und Unterhaltungskosten, zum Potenzial der Hitzeminderung sowie zu weiteren positiven Wirkungen auf Biodiversität, Regenwassermanagement, sozialen Zusammenhalt und menschliches Wohlbefinden bereitgestellt.
Der Leitfaden versteht sich als Entscheidungsunterstützung für kommunale Verwaltungen. Er verfolgt das Ziel, Aspekte der Klimaanpassung bereits zu Beginn von Stadtentwicklungs- und Stadterneuerungsprozessen zu berücksichtigen, anstatt sie erst nach Abschluss zentraler Planungs- und Entwurfsentscheidungen einzubeziehen. Die beschriebenen Maßnahmen können sowohl einzeln umgesetzt als auch zu integrierten Strategien – etwa Netzwerken klimatisch entlasteter Räume oder verschatteten Wegeverbindungen – kombiniert werden.
Die Publikation ist Bestandteil der Aktionspläne für die Pilotgebiete Centocelle–Alessandrino und die historische Altstadt Roms. Sie entstand im Auftrag von Roma Capitale im Rahmen eines aus dem Technical Support Instrument (TSI) der Europäischen Union finanzierten Projekts, das von einem Konsortium unter Leitung von PwC gemeinsam mit ENEA und dem Ecologic Institut umgesetzt wurde.
Das Ecologic Institut war insbesondere für die Recherche und Aufbereitung zahlreicher naturbasierter und unterstützender Maßnahmen verantwortlich. Hierzu gehörten die Bewertung ihres Potenzials zur Minderung des städtischen Wärmeinseleffekts, die Analyse der Governance-Anforderungen, der Anwendungsbereiche sowie der Investitions- und Unterhaltungskosten und weiterer ökologischer und gesellschaftlicher Zusatznutzen.