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Europe's Diversification Paradox

 

Photo: Canva.com

Europe's Diversification Paradox

Growing US and Russian gas import shares in 2026

Publikation
Zitiervorschlag

Raffaele Piria, Kacper Szulecki, Hannah Lentschig: Europe’s diversification paradox. Growing US and Russian gas import shares in 2026. NUPI Policy Brief 15/2026. Norwegian Institute of International Affairs. Oslo, 2026.

Die in diesem Policy Brief präsentierten Daten und Grafiken aktualisieren die Ergebnisse unserer im Januar 2026 veröffentlichten Studie: „Europe’s Selective Blindness on Gas: US LNG and the Limits of Supply Diversification“. Der vorliegende Brief basiert auf der jüngsten, am 2. Juli 2026 veröffentlichten Version des „European natural gas imports dataset“ von Bruegel und umfasst die Importdaten für das erste Halbjahr 2026.

Unsere Analyse der europäischen Gasimportstruktur im ersten Halbjahr 2026 zeigt ein paradoxes Bild:

  • Europa verfolgt das Ziel, sein Gasversorgungsportfolio zu diversifizieren. Die in diesem Brief analysierten Importdaten weisen jedoch auf einen anhaltenden Rückgang der Diversifizierung hin.
  • Im ersten Halbjahr 2026 steigerten die beiden dominierenden Gaslieferanten Europas – die USA und Russland – sowohl ihre absoluten Exportmengen in den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) als auch ihre jeweiligen Anteile an den europäischen Gasimporten.
  • Die zunehmende Abhängigkeit Europas von LNG-Importen aus den USA erhöht seine Anfälligkeit für geopolitischen Druck. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, zu dem die US-Außenpolitik und ihre destabilisierenden Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte volatiler und unberechenbarer sind als je zuvor.
  • Die kollektive Risikoexposition wird zusätzlich dadurch verschärft, dass die EU ihre Vorgaben für die Befüllung der Gasspeicher vor Beginn des Winters voraussichtlich nicht erreichen wird.

Die strukturellen Lösungen für Europas Risiken im Bereich der Energieimporte sind bekannt: der Ausbau erneuerbarer Energien und von Speicherkapazitäten im Inland, die Elektrifizierung sowie der gezielte Einsatz CO₂-armer Ausgangsstoffe und Energieträger. Durch eine beschleunigte Energiewende kann Europa seine Abhängigkeit von den Kosten und Risiken, die aus der starken Abhängigkeit von Importen von Gas, Öl, Kohle und nuklearen Brennstoffen entstehen, rasch verringern und gleichzeitig seine Klimaziele erreichen. 

Im Gegensatz zu den meisten Analysen zur energiepolitischen Versorgungssicherheit der EU betrachtet diese Studie das Gasimportportfolio des gesamten Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), anstatt Norwegen als externen Lieferanten zu behandeln. Mit anderen Worten: Wir betrachten die Gasimporte der EU aus Ländern außerhalb des EWR. Dieser Ansatz trägt den wirtschaftlichen, infrastrukturellen und geopolitischen Realitäten Rechnung und ermöglicht ein klareres Bild der wesentlichen jüngsten Veränderungen.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Kacper Szulecki (Norwegian Institute of International Affairs)
Hannah Lentschig (Clingendael)
Verlag
Jahr
Umfang
4 S.
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Energiesicherheit, transatlantisch, Diversifizierung der LNG-Versorgung, EU-Energiesicherheit, Diversifizierung der Gasversorgung in Europa, Ausstieg aus russischem Gas, europäische Gasabhängigkeit, Volatilität des LNG-Marktes, geopolitische Risiken im Energiesektor, stillgelegte Gasvorkommen, EU-Energiewende, Importe fossiler Brennstoffe nach Europa, Diversifizierung der Energieanbieter, EU-Gaspolitik, Energiesicherheitsstrategie, Europäische Union, Europäischer Wirtschaftsraum, EWR, transatlantische Energiebeziehungen
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