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Lokale und regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel: Austausch bewährter Verfahren und vergleichende Analyse zwischen den USA und Deutschland

Lokale und regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel: Austausch bewährter Verfahren und vergleichende Analyse zwischen den USA und Deutschland

TimeLoc
7. Dezember 2012
Washington, DC
Vereinigte Staaten von Amerika
Ecologic Institut beteiligt sich an transatlantischem Best-practice-Austausch zur Klimaanpassung beim Dupont Summit in Washington DC

Am 7. Dezember 2012 veranstaltete die Policy Studies Organization den "Dupont Summit 2012: Drängende Probleme im Mahlstrom der Politik". Das vierte jährliche Gipfeltreffen diente der Verbreitung von wissenschaftlichen und technologischen Informationen an WissenschaftlerInnen und EntscheidungsträgerInnen. Vorrangige Themen in diesem Jahr waren Energie und Klimawandel. Auf einer Podiumsdiskussion unter dem Titel "Lokale und regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel: Austausch bewährter Verfahren und vergleichende Analyse zwischen den USA und Deutschland" war das Ecologic Institut durch Dr. Grit Martinez aus dem Büro Berlin und Tanja Srebotnjak aus dem Büro in San Mateo, Kalifornien vertreten. Dr. Martinez und Dr. Srebotnjak wurden dabei von Jeff Allenby von der Chesapeake Conservancy unterstützt. Organisiert wurde dieser Veranstaltungsblock im Rahmen des RADOST-Projektes (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste). RADOST-Beiratsmitglied Professor Donald Boesch, Präsident des University of Maryland Center for Environmental Science, nahm ebenfalls an der Diskussion teil.

In ihren einleitenden Worten hob Dr. Martinez hervor, dass der Wirbelsturm "Sandy" einen drastischen Eindruck von einer möglichen Zukunft vermittelt hat, in der Sturmflutkatastrophen Menschen in Küstenstädten und ‑regionen häufiger gefährden könnten. Dementsprechend besteht bereits jetzt ein Bedarf bei den US-Behörden, Lösungsansätze aus Küstenstädten wie Rotterdam oder Hamburg auszuwerten, wo Hochwasserschutzmaßnahmen mittels Deichen, Überflutungsflächen, Staumauern und schwimmenden Stadtvierteln bereits entwickelt worden sind. Abgesehen von solchen Beispielen aus den Niederlanden und Deutschland kann man in den USA auch auf Wissen und Fachkenntnisse von regionalen Forschungseinrichtungen und Küstengemeinden zurückgreifen. Auf der lokalen Ebene wurden bereits vielfältige Maßnahmen erprobt, um auf die Probleme durch Meeresspiegelanstieg, veränderte Landnutzung, Regenwassereinträge und Schadstoffeinträge aus diffusen Quellen zu reagieren.

Dr. Srebotnjak präsentierte eine aktuelle Bewertung der Klimaanpassungsplanung in der Bucht von San Francisco. Darin wurde untersucht, welche Herausforderungen in der Koordination zwischen den unterschiedlichen rechtlichen Zuständigkeitsbereichen fortbestehen, welche kommenden Herausforderungen in der Region angegangen werden müssen und wie die verschiedenen staatlichen Stellen zusammenarbeiten können, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Darauf folgte eine Gegenüberstellung der Anpassungsbemühungen und -herausforderungen in der Chesapeake Bay und im Ostseeraum. In seinem Referat über den Umgang mit dem Meeresspiegelanstieg in der Chesapeake Bay betonte Jeff Allenby die progressive Herangehensweise des Staates Maryland. In Bezug auf die Ostseeregion berichtete Dr. Martinez über den Stand von Forschung und Anwendungsbeispielen im Rahmen des RADOST-Projektes und präsentierte die aktuell geplanten nationalen und internationalen Initiativen. Insgesamt kann festgestellt werden, dass laufende Forschungsprojekte die Entscheidungsgrundlage für politische EntscheidungsträgerInnen in den USA und Europa verbessern können, besonders wenn ein größerer Bestand an Beispielen herangezogen wird, der Erfahrungen von der jeweils anderen Seite des Atlantiks mit einschließt.


Sprecher
Veranstalter
Datum
7. Dezember 2012
Ort
Washington, DC, Vereinigte Staaten von Amerika
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Klimawandel, Anpassung, Transatlantik, Ostseeküste, Chesapeake Bucht, San Francisco Bucht