Am 20. Mai 2020 veröffentlichte die Europäische Kommission ihre lang erwartete "Farm to Fork" bzw. "Vom Hof auf den Tisch"-Strategie. Die Strategie ist ein erster Versuch, langfristige Ziele für ein gesundes, gerechtes und nachhaltiges EU-Ernährungssystem zu definieren, das sowohl die Produktion, als auch die Verarbeitung und den Konsum von Lebensmitteln umfasst. Die Strategie zieht auch Schlussfolgerungen aus der Corona-Krise, welche einmal mehr die Abhängigkeit des EU-Nahrungsmittelsystems von globalen Lieferketten verdeutlicht und die Notwendigkeit aufzeigt, die Resilienz gegenüber Krisen – sei es eine Pandemie oder Auswirkungen des Klimawandels – zu erhöhen. Um die Ziele der "Farm to Fork"-Strategie zu erreichen, ist es nun entscheidend, dass ihre Ziele ehrgeizig umgesetzt werden. Die Auswertung des Ecologic Instituts "The EU Farm to Fork Strategy: What needs to come next?" hebt fünf wichtige Schritte für eine ambitionierte Umsetzung der EU "Farm to Fork"-Strategie hervor – auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene.
Der Bericht liefert aktuelle Informationen für politische Entscheidungsträger über die Anwendung naturbasierter Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel und die Verringerung des Katastrophenrisikos und die gleichzeitige Nutzung der vielfältigen gesellschaftlichen Vorteile, die diese Lösungen mit sich bringen können. Anhand ausgewählter Beispiele aus ganz Europa zeigt der Bericht, wie die Auswirkungen extremer Wetter- und Klimaereignisse bereits auf diese Weise angegangen werden. Er bewertet auch die globale und europäische Politik und wie naturbasierte Lösungen zunehmend in die Bemühungen um eine nachhaltige Entwicklung integriert werden.
Im Kontext des europäischen Green Deals wird die Einführung und Ausgestaltung von Grenzausgleichsmaßnahmen derzeit sehr kontrovers diskutiert. Auf Einladung der Stiftung Genshagen und des Institut Montaigne zur Reihe "Green Deal reloaded" beizutragen, analysiert Dr. Camilla Bausch (Ecologic Institut) die Chancen und Herausforderungen des vorgeschlagenen Grenzanpassungsmechanismus.
Dieser Policy Brief, der im Rahmen des Horizon 2020-Projektes NATURVATION veröffentlicht wurde, wirft einen kritischen Blick auf den Wert und die Grenzen von naturbasierten Lösungen zur Erreichung von Biodiversitätszielen. Aufbauend auf den Forschungsergebnissen von NATURVATION erörtert der Policy Brief die Frage: Wie können wir den Mehrwert und Multifunktionalität naturbasierter Klimalösungen für die biologische Vielfalt in Städten realisieren?
In dieser Publikation veröffentlichen wir die Ergebnisse einer Akzeptanzstudie in zwei Fallstudienregionen in Deutschland. Wir haben untersucht, was Landwirt*innen und andere Bodenexpert*innen davon halten, Maßnahmen zur Verbesserung des Unterbodens anzuwenden, um sich besser an den Klimawandel anzupassen. Zudem analysierten wir die Faktoren, die die Entscheidung für oder gegen spezifische Maßnahmen zur Verbesserung des Unterbodens beeinflussen. Mittels der Q-Methode und Fokusgruppen haben wir insgesamt 86 Akteure des Agrarsektors befragt. Der Artikel ist in Frontiers in Agronomy, Volume 3, April 2021 erschienen und steht zum Download zur Verfügung.
Es gibt einen wachsenden Impuls unter politischen Entscheidungsträgern und Praktikern, die Kapazitäten von Gemeinschaften unter sich verändernden klimatischen Bedingungen zu unterstützen und zu stärken. Trotzdem gibt es wenig systematisches Verständnis darüber, warum Ansätze auf lokaler Ebene funktionieren oder nicht und was einige Gemeinschaften widerstandsfähig macht und andere weniger. Die Autoren adressieren dieses Manko, indem sie illustrative Fallstudien und Bewertungsinstrumente aus Europas Norden, Osten und Süden zur Verfügung stellen, die helfen, die Kluft zwischen Klimawandelpolitik, Entscheidungsfindung und den kulturellen Merkmalen von Gemeinschaften in Europa zu überbrücken.
Wie können Think-Tanks dazu beitragen, angesichts der COVID-19-Pandemie und einer sich rasant verändernden politischen Landschaft, den Weg in eine nachhaltige Zukunft zu ebnen? Dr. Camilla Bausch und R. Andreas Kraemer gehen dieser Frage im Kapitel "Think Tanks for Future" nach und sprechen Empfehlungen aus, wie Think-Tanks ihre Arbeit anpassen können, um den drängenden Anliegen der Zukunft gerecht zu werden.
Die abschließende Online-Konferenz des FIThydro-Projekts brachte über 280 Teilnehmende weltweit zusammen, um die neuesten Forschungsentwicklungen zum Thema nachhaltige und fischfreundliche Wasserkraft zu erkunden und die finalen Ergebnisse des FIThydro-Projekts sowie Ergebnisse von verwandten Projekten vorzustellen. Gastgeber der Online-Konferenz waren das Ecologic Institut und die Technische Universität München.
Als Teil des COACCH-Projekts führten Ecologic Institut, Universität Graz und Deltares einen Stakeholder-Workshop zum Thema "Klimawandel und Lieferketten in Europa" durch.
Dieses Projekt bewertet die Ausgestaltungsoptionen, den Umfang und die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Implikationen eines Carbon Border Adjustment Mechanismus (CBAM) sowie alternativen Maßnahmen wie einem Grenzausgleichszoll für Importe, einer Anpassung auf Importe und Exporte, einer Verbrauchssteuer mit Grenzausgleich in Kombination mit einer fortgesetzten kostenlosen Zuteilung oder einer Carbon Added Tax.
Das Projekt Ariadne zeigt Wege auf, wie die Erreichung der Klimaziele gelingen kann. Der Fokus liegt auf der Erforschung von Energiewende-Strategien, deren systemische Effekte und welche sektoralen Wechselwirkungen durch sie entstehen. Das Projekt untersucht Politikinstrumente, die dabei helfen sollen, die Klimaziele effizient und sozial ausgewogen zu erreichen. Mit Hilfe von evidenzbasierten Assessments soll die wissenschaftliche Grundlage zur Ausgestaltung der Energiewende erweitert und etwaige Lernprozesse in Politik und Wissenschaft angestoßen werden.
In diesem im April 2021 veröffentlichten Policy Brief werden vier Optionen für eine verstärkte multilaterale Zusammenarbeit identifiziert, die einen globalen Wandel hin zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen unterstützen und gleichzeitig dazu beitragen, das 1,5 Grad Ziel der Klimapolitik einzuhalten. Die identifizierten Initiativen fokussieren insbesondere auf Aktivitäten, die Lebensmittelabfälle reduzieren und eine pflanzenbasierte Ernährung unterstützen.
Im Rahmen der Berliner Re-Use-Initiative fand am 26. November 2020 der Online-Fachdialog zum Recycling von Gipskartonplatten statt. Dieser Fachdialog, zu dem die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Landes Berlin zusammen mit relevanten Verbänden und Unternehmen einlud, widmete sich wichtigen Fragestellungen rund um das Gipsrecycling. Es nahmen 85 Personen an dem Fachdialog teil.
Das Ziel dieses Projekts ist es, für eine Auswahl von EU-Mitgliedsstaaten die Auswirkungen von Policies und Maßnahmen (PaMs) zu bewerten, wie sie in ihren nationalen Energie- und Klimaplänen (NECPs) beschrieben sind. Zu diesem Zweck identifiziert das Projektteam spezifische Politikinstrumente und zugehörige Ex-ante- und Ex-post-Evaluierungen, um Wirkungsabschätzungen zu sammeln und zu vergleichen, und die Auswirkungen auf das Erreichen der Energie- und Klimaziele zu analysieren. Die Bewertung liefert außerdem Einblicke in die methodischen Unsicherheiten von Evaluierungen in verschiedenen Politikbereichen. Die betrachteten Politikbereiche umfassen Energieeffizienz, erneuerbare Energien, bereichsübergreifende Maßnahmen und Landwirtschaft. Es werden die NECPs aus den folgenden Mitgliedsstaaten einbezogen: Deutschland, Dänemark, Frankreich, Slowenien, Schweden.
Während der digitalen PlastikNet-Abschlusskonferenz wurden Ergebnisse aus 20 Verbundprojekten präsentiert, Arbeiten innerhalb der Querschnittsthemen in Workshops vorgestellt und mit verschiedenen Stakeholdern diskutiert, mögliche Lösungsansätze zur Verringerung der Plastikeinträge in die Umwelt und deren Umsetzbarkeit mit Expert*innen erörtert und Möglichkeiten zum Austausch mit weiteren wichtigen Akteuren in diesem Bereich geboten. 20 Forschungsprojekte mit mehr als 100 beteiligten Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis befassen sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten der Problematik Plastikmüll und möglichen Quellen, Senken und Wirkungen von Plastik in unserer Umwelt.