Dieser Policy Brief untersucht die Lücken in den bestehenden internationalen Verträgen zur Plastikverschmutzung der Meere und schlägt Komponenten vor, die in einem neuen Vertrag berücksichtigt werden müssen. Diese Vorschläge werden die Arbeit der G20 zur Plastikverschmutzung ergänzen. Da der G20-Gipfel 2022 in Indonesien stattfinden wird, ist der Schwerpunkt dieses Kurzdossiers nicht nur für die G20-Länder relevant, sondern auch für Südostasien als dem größten Verursacher von Meereskunststoffen.
Dächer bieten nach wie vor ein enormes Potenzial für die solare Stromerzeugung. Um die ehrgeizigen Ausbauziele der Bundesregierung zu erreichen, muss dieses Potenzial gehoben werden. In einem neuen Projekt analysieren Ecologic Institut und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW) verschiedene Anlagenkonzepte und bewerten deren Wirtschaftlichkeit. Es werden bestehende Hemmnisse beim Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden identifiziert und untersucht, inwieweit das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 diese Hemmnisse ausräumt. Als Ergebnis des Projekts werden Empfehlungen für die weitere Verbesserung des Regulierungsrahmens ausgearbeitet.
In diesem Forschungsvorhaben analysiert das Ecologic Institut gemeinsam mit der Universität Geisenheim, inwieweit Maßnahmen zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Gebieten der Städtebauförderung integriert wurden und welche guten Praxisbeispiele es bisher gibt. Darauf aufbauend sollen Kommunen informiert werden, inwieweit in Fördergebieten der Städtebauförderung biodiversitätsfördernde Maßnahmen verstärkt umgesetzt werden können.
Der Vorschlag der Kommission zur Zertifizierung von Kohlendioxidentnahme (CDR) könnte ein Meilenstein in der EU-Klimapolitik sein. Es kann die EU auf das richtige Gleis setzen – mit einer wasserdichten CDR-Definition und einer Firewall zwischen CDR und Emissionsreduktionen; oder auf das falsche Gleis – zweifelhafte CO₂-Entnahmen als Währung für echte Emissionsreduktionen. Da die Integrität der EU-Klimapolitik auf dem Spiel steht, kann es sich die EU nicht leisten, die Weichen falsch zu stellen, schreibt Nils Meyer-Ohlendorf im EU Observer.
Neben dem Schutz noch intakter Moore bilden die Wiederherstellung und die nachhaltige Bewirtschaftung bisher entwässerter Moorböden wichtige Beiträge zum Schutz der Biodiversität und zur Minderung des Klimawandels. Um diese Bedarfe zielgerichteter adressieren zu können, hat das Ministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) im September 2021 die erste Nationale Moorschutzstrategie veröffentlicht. Gemeinsam mit DUENE e.V., Partner im Greifswald Moor Centrum, unterstützt das Ecologic Institut deren Umsetzung.
Nach einer dreijährigen Pause hat die International Carbon Action Partnership (ICAP) mit der 2022er Ausgabe ihres Flaggschiffs, der zweiwöchigen ICAP Summer School zum Thema Emissionshandel, wieder mit physischen Trainingskursen begonnen. Der Kurs fand vom 22. August bis 2. September 2022 in Florenz (Italien) statt. Die Teilnahme an der Summer School stand Bewerbern aus Schwellenländern und Entwicklungsländern offen. Der Kurs richtete sich an öffentliche Beamte oder Interessenvertreter aus dem nicht staatlichen, akademischen und privaten Sektor, die an der Entscheidung, Gestaltung und Umsetzung von Mechanismen zur Bepreisung von Kohlenstoff beteiligt sind oder sein werden.
Die dezentrale Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien senkt Treibhausgasemissionen, beschleunigt die Energiewende und bringt verschiedene Vorteile für die Bürger:innen, die gleichzeitig Erzeuger und Verbraucher sind (=prosumer). In einem neuen Bericht untersucht die Europäische Umweltagentur, welche Prosumermodelle in der EU bisher genutzt werden und macht Vorschlage, wie die Politik diese Modelle fördern kann. Der Bericht basiert auf einer Studie von CE Delft, Fraunhofer ISI und Ecologic Institut.
Diese internationale Fachtagung des Umweltbundesamtes fokussiert auf Mikroplastik in Böden und verfolgte prioritär zwei Ziele: die Aufbereitung des aktuellen Standes der internationalen Forschung zur Problematik von Mikroplastik in Böden und die Ermittlung des Handlungsbedarfs der Politik. Die Veranstaltung fand vom 19. bis 20. Oktober 2022 in Berlin statt. Ecologic Institut organisierte die Fachtagung als Hybridveranstaltung, bei der 60 Personen vor Ort, und bis zu 150 Personen online dabei waren. Die Veranstaltung wurde aufgenommen und live über den YouTube-Kanal des Umweltbundesamtes übertragen.
Energiepreise auf Rekordhöhe und Inflation stellen den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland auf die Probe. Ob dies zu einer Spaltung Deutschlands führt, diskutiert Nils Meyer-Ohlendorf im IPG Journal.
Die Umweltkatastrophe an der Oder hat das Thema Umweltkriminalität wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. In einem Videobeitrag des Fernsehsenders Deutsche Welle erläutern Experten, darunter Stephan Sina vom Ecologic Institut, Ursachen für die Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Umweltstraftaten und mögliche Verbesserungsansätze.
Ausgehend von dem politischen Ziel, die Wiederverwendung von gebrauchten Gütern zu stärken, zielte das Projekt darauf ab, Re-Use-Maßnahmen in Berlin zu unterstützen und durchzuführen. Damit sollten Strukturen und Akteure in Berlin gefördert werden, die den Gebrauchtwarenmarkt aus der Nische führen. Dazu stützte sich das Projekt auf die praktischen Erfahrungen aus ersten Pilotversuchen im Jahr 2018, Vernetzungsaktivitäten seit 2019 und der Eröffnung des Re-Use Superstores im Jahr 2020.
CO₂-Entnahmen werden ein zentrales Handlungsfeld der Klimapolitik. Trotzdem fehlen Basics in den Politikrahmen der Mitgliedsstaaten. Es gibt auch keine politische Diskussion über CO₂-Entnahme. Das ist ein Problem. Nils Meyer-Ohlendorf schlägt im Tagesspiegel Lösungswege vor.
Die vorliegende Studie stellt innovative Verfahren und Technologien der Kreislaufwirtschaft vor. Die Fallbeispiele stammen aus unterschiedlichen, für das Bundesland Hessen besonders bedeutsamen Branchen und zeigen die breite Anwendbarkeit der vorgestellten Methoden.
Dieses Diskussionspapier fokussiert die Möglichkeit politischer Interventionen, um eine (im Sinne der Nachhaltigkeit) möglichst zielführende Regionalisierung voranzutreiben. Es ist Teil der Arbeiten des im Auftrag von UBA/BMU durchgeführten Ressortforschungsprojektes "Sozial-ökologische Transformation des Ernährungssystems" (Akronym STErn).
Deutschlands aktuelles Ernährungssystem ist nicht nachhaltig, es bedarf einer tiefgreifenden sozial-ökologischen Transformation. Dieser Befund bildet die Ausgangsthese des STErn-Projektes, dessen Zwischenergebnisse und politischen Handlungsempfehlungen am 21. März 2023 in einem Workshop diskutiert wurden. Das vorliegende Papier bot die Diskussionsgrundlage.