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Wissen. Wandel. Berlin – Transdiziplinäre Forschung für eine soziale und ökologische Metropole

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Wissen. Wandel. Berlin – Transdiziplinäre Forschung für eine soziale und ökologische Metropole

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Im Projekt "Wissen. Wandel. Berlin." verfolgte der Forschungsverbund Ecornet Berlin das Ziel, Berlins Vorreiterrolle bei innovativen Ansätzen für eine lebenswerte, klimaneutrale und ressourcenleichte Stadt auszubauen. Dafür nahm der Forschungsverbund die vorhandenen Stärken und die Vielfalt Berlins, aber auch die bestehenden ökologischen und sozialen Herausforderungen in den Blick. Ziel war es, Berlins Vorreiterrolle bei der Entwicklung innovativer Ansätze auf innovative Weise auszubauen. Hierfür bearbeiteten die beteiligten Institute mehrere Projekte in den Themenfeldern Klimawende sozial, nachhaltiges Wirtschaften und Digitalisierung.

Klimawende sozial

Damit Berlin sein Ziel der Klimaneutralität erreichen kann, ist es zentral, dass die Emissionen auf eine Art und Weise gesenkt werden, die allen Menschen in Berlin – unabhängig von Einkommen oder sozialer Stellung in der Gesellschaft – eine sozialverträgliche und gerechte Teilhabe ermöglicht. Mit seinen Arbeiten unterstützte der Forschungsverbund durch wissenschaftliche Analyse und Konzeptentwicklung Berlin dabei, dies zu erreichen.

Im Projekt Strom-Nachbarn untersuchte das Ecologic Institut, wie der regulatorische Rahmen für Mieterstrom weiterentwickelt werden kann. Auf Basis wissenschaftlicher Analysen wurden Handlungsoptionen für politische Entscheidungsträger/innen, aber auch für Dienstleister und für Unternehmen in diesem Bereich, entwickelt. Gemeinsam mit Praxisakteuren arbeitete das Forschungsteam die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung von Mieterstrom in Berlin heraus, skizzierte technische Innovationspotenziale und identifizierte Optionen für die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens. Ein Schwerpunkt der Analyse waren die Verteilungswirkungen der untersuchten Anwendungsfälle, insbesondere die ökonomischen Auswirkungen auf Haushalte mit geringem Einkommen.

Nachhaltiges Wirtschaften

Die Klima- und Biodiversitätskrise der Gegenwart, aber auch die sozialen Probleme wurden wesentlich durch unsere Konsum-, Lebens- und Wirtschaftsweisen der letzten Jahrzehnte verursacht. Gemeinsam mit Praxisakteuren untersuchte der Forschungsverbund alternative Geschäftsmodelle, die den Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gerecht werden. Ziel war es, Ansätze alternativer Ökonomien und zirkulärer Geschäftsmodelle in pilothaften Umsetzungen konkret zu erproben.

Wie urbane Ressourcenströme langfristig nachhaltig gestalten werden können, untersuchten das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, Öko-Institut, Ecologic Institut und Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Projekt "Circular City Berlin – Wege vom Potenzial zur Umsetzung (CiBER 1)". Sie analysierten und förderten innovative Ansätze der Kreislaufwirtschaft in unterschiedlichen Sektoren Berlins.

Digitalisierung

Der Megatrend Digitalisierung verändert Wirtschaft, Gesellschaft und Politik und letztlich den gesamten Planeten. Trotz der seit Langem bestehenden Kenntnis über diese transformativen Kräfte werden die sozial-ökologischen Auswirkungen und Wechselwirkungen von neuen Technologien und ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Implikationen erst seit wenigen Jahren untersucht. Durch die wissenschaftliche Untersuchung regulatorischer Handlungsmöglichkeiten unterstützte der Forschungsverbund die Politik dabei, die zur Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele erforderlichen rechtspolitischen Weichenstellungen vorzunehmen.

Im Projekt "Datengovernance und -regulierung für ein nachhaltiges Berlin" untersuchte das Ecologic Institut zusammen mit seinen Partnerinstituten, welche Formen der Datenregulierung auf Ebene der Stadt Berlin möglich und erforderlich sind, damit datengetriebene Services, Produkte und Plattformen im Sinne sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsziele entwickelt und genutzt werden.

Wissenskommunikation

Die transdisziplinären Forschungsprojekte des Verbunds bezogen Praxisakteure ein, um deren Wissen in die Forschung zu integrieren und um mit ihnen vorläufige Ergebnisse im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit in der Praxis zu diskutieren. Wissenskommunikation und Transfer wurden dabei als strategischer Prozess verstanden, der einerseits einen wichtigen Beitrag für die Dissemination der Ergebnisse des Forschungsverbunds leistet und andererseits über diskursive Elemente auf die transdisziplinären Forschungsprojekte zurückwirkt.

Um gezielt in die jeweiligen Zielgruppen in die Stadt hinein zu kommunizieren, entwickelte das Ecologic Institut eine umfassendes, zielgruppenspezifisches Kommunikationskonzept, eine verbundübergreifende, bilinguale Webseite und Newsletter, als auch eine eigene Social Media Präsenz. Zudem übernahm das Ecologic Institut die Planung und Durchführung einiger projektspezifischer Veranstaltungen.

Forschung für eine nachhaltige Stadtentwicklung Berlins

Kontakt

Mehr Inhalte aus diesem Projekt

Finanzierung
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei, Deutschland
Partner
Team
Dr. Michael Jakob
Ariel Araujo
Ricarda Faber
Karl Lehmann
Philip Katz
David Reichwein, LLB
Katharina Umpfenbach
Dr. Heidi Stockhaus
Dr. Martin Hirschnitz-Garbers
Aaron Sulc
Christian Bruhn
Dauer
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Schlüsselwörter