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Climate Change Mitigation and Adaptation in the Agri-food Sector

 

© European Scientific Advisory Board on Climate Change, 2026; Foto von Glenn Carstens-Peters via Unsplash

Climate Change Mitigation and Adaptation in the Agri-food Sector

Empfehlungen für eine kohärente EU-Politik

Publikation
Zitiervorschlag

European Scientific Advisory Board on Climate Change (2026) Climate adaptation and mitigation in the agri-food system: Recommendations for coherent EU policies. Luxembourg: Publications Office of the European Union. https://doi.org/10.2800/3706315 

Zunehmende Klimarisiken für das Agrar- und Ernährungssystem

Das Agrar- und Ernährungssystem der EU, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Düngemittelproduktion bis zum Lebensmittelkonsum umfasst, spielt eine zentrale Rolle für die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen im ländlichen Raum, ist jedoch gleichzeitig für rund ein Drittel der Netto-Treibhausgasemissionen der EU verantwortlich. Gleichzeitig ist es zunehmend klimabedingten Risiken wie Dürren, Überschwemmungen und Hitzewellen ausgesetzt, wobei die landwirtschaftlichen Verluste bereits jährlich mehrere zehn Milliarden Euro erreichen. Dem Bericht zufolge reichen die derzeitigen politischen Maßnahmen nicht aus, um die Emissionsminderungen und die Widerstandsfähigkeit zu erreichen, die zur Erreichung der EU-Klimaziele erforderlich sind.

Ein systemischer Wandel im gesamten Lebensmittelsystem

Der Beirat kommt zu dem Schluss, dass schrittweise Verbesserungen bei Technologien und landwirtschaftlichen Praktiken nicht ausreichen werden. Stattdessen ist ein systemischer Wandel im gesamten Agrar- und Ernährungssystem erforderlich, einschließlich Veränderungen bei Produktionssystemen, Landnutzung und Konsumgewohnheiten. Die anstehenden Überarbeitungen des EU-Haushalts, der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und des EU-Klimarahmens bieten eine wichtige Gelegenheit, die Agrarpolitik besser auf die Klimaziele abzustimmen.

Der Bericht spricht mehrere politische Empfehlungen aus, darunter:

  • Schrittweise Abschaffung von GAP-Zahlungen, die Anreize für die treibhausgasintensivsten Praktiken schaffen
  • Einführung eines Mechanismus zur Bepreisung von Treibhausgasen für das Agrar- und Ernährungssystem
  • Gezielte Unterstützung der Landwirte beim Übergang
  • Förderung einer gesunden, klimafreundlichen Ernährung und Verringerung der Lebensmittelverschwendung
  • Sicherstellung ausreichender öffentlicher Mittel für den Übergang

Der Bericht betont, dass der Übergang schrittweise und gerecht erfolgen muss, mit gezielter Unterstützung für Landwirte und Regionen, die vor den größten Herausforderungen stehen.

Die EU muss einen kohärenten Politikmix umsetzen, der Klimaschutz und Klimaanpassung im Agrar- und Ernährungssystem stärkt, um Emissionen zu senken, Landwirt:innen zu sichern und langfristige Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Kontakt

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Sprache
English
Autorenschaft
Credits

Ramboll Karin Attström, May Hobeika, Pavlos Kailos, Amy Donnelly, Iulia Vizman

Ecologic Institute Aaron Scheid, Hugh McDonald, Jonathan Gardiner, Benjamin Görlach, Dr. Johanna Meier and Julia Jägle

Öko-Institut Margarethe Scheffler, Anne Siemons, Cristina Urrutia, Kristen Wiegmann

Finanzierung
Jahr
Umfang
313 S.
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
EU-Agrar- und Ernährungssystem, Klimaanpassung in der Landwirtschaft, Reduzierung landwirtschaftlicher Emissionen, EU-Klimapolitik im Bereich Landwirtschaft, nachhaltige Ernährungssysteme in der EU, Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik, klimaresistente Landwirtschaft, Bepreisung von Treibhausgasen in der Landwirtschaft, Wandel des Ernährungssystems in der EU, Politik für nachhaltige Landwirtschaft
Europa
Politikanalyse, Klimarisikobewertung, Analyse von Emissionstrends, Analyse der Wertschöpfungskette im Agrar- und Ernährungssektor, szenariobasierte Politikbewertung