Verwandte Inhalte für das Projekt "Vom "blauen Himmel über der Ruhr" zur Energiewende" (Projektnummer 2251)
Publikation:Infografik
Wie haben sich Umweltpolitik, Umweltforschung und wissenschaftsbasierte Politikberatung in Deutschland entwickelt – und welche politischen, gesellschaftlichen und institutionellen Ereignisse haben diesen Weg geprägt? Der im Projekt „Vom ‚blauen Himmel über der Ruhr‘ zur Energiewende“ entwickelte Zeitstrahl macht mehr als fünf Jahrzehnte deutscher Umweltpolitikgeschichte auf einen Blick sichtbar. Von den frühen Debatten der 1960er Jahre bis zur Energiewende führt die Visualisierung politische Entwicklungen, gesellschaftliche Konflikte, internationale Meilensteine und die Entstehung zentraler Institutionen der Umweltforschung zusammen.
Wie entstand die wissenschaftliche Umweltpolitikberatung in Deutschland und welche Rolle spielten unabhängige Forschungsinstitute, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft bei ihrer Entwicklung? Die im Projekt „Vom ‚blauen Himmel über der Ruhr‘ zur Energiewende“ entstandene Videoserie lässt 19 Zeitzeug:innen und Wegbereiter:innen der deutschen Umweltpolitikforschung zu Wort kommen.
Die Publikation untersucht die Entwicklung nicht-staatlicher Umweltforschungs- und Politikberatungsinstitute in Deutschland während der 1980er Jahre – einer Phase, die von wechselnden politischen Prioritäten und einem wachsenden öffentlichen Umweltbewusstsein geprägt war. Wirtschaftliche Stagnation und die Ölpreiskrise hatten zunächst dazu geführt, dass die Umweltpolitik auf der politischen Agenda an Bedeutung verlor.
Die Publikation untersucht die Rolle des Staates bei der Entstehung und Entwicklung der nicht-staatlichen Umweltforschung in Deutschland. Staat und Bundesregierung spielten eine entscheidende Rolle bei der Einführung der Umweltpolitik: Inspiriert von Entwicklungen in den USA und Japan führte die Bundesregierung unter Willy Brandt das neue Politikfeld in einem Top-down-Prozess ein und trieb dessen Aufbau in kurzer Zeit voran.
Dieses Diskussionspapier untersucht, wie internationale Entwicklungen die Anfänge der deutschen Umweltpolitik und Umweltpolitikberatung geprägt haben. Zu den zentralen Einflüssen zählten die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen 1972 in Stockholm sowie die Debatten über die Grenzen des Wachstums. Insbesondere die USA und Japan beeinflussten die Entstehung der ersten Umweltgesetze in Deutschland.
Dieses Diskussionspapier untersucht, wie sich die wachsende Bedeutung der Europäischen Union in der Umwelt- und Energiepolitik auf die nicht-staatliche Umweltpolitikforschung und -beratung in Deutschland ausgewirkt hat. Seit Ende der 1980er Jahre spielt die Europäische Union (EU) in der Umweltpolitik eine zunehmend wichtige Rolle. Mit dem Vertrag von Lissabon wurden zudem die energiepolitischen Kompetenzen der EU ausgebaut.
In der dritten Veranstaltung der Reihe diskutierten Dr. Volker Hauff, Bundesminister a.D. und Michael Sailer (Öko-Institut) über die Konsolidierung der Umweltforschungsinstitute in den 80er Jahren. Im Gespräch tauschten sich die beiden Experten zunächst über das damals vorherrschende Misstrauen auf beiden Seiten aus. Das Video steht online zur Verfügung.
Dieses Diskussionspapier untersucht das Verhältnis zwischen der zivilgesellschaftlichen Umweltbewegung und Umweltforschungsinstituten sowie deren Bedeutung für die Entwicklung der wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung in Deutschland. Die frühen nicht-staatlichen Umweltinstitute waren eng mit der Umweltbewegung verbunden, während spätere Institute häufig als Reaktion auf thematische Lücken in der Umweltforschung entstanden.
Das Projekt "Vom blauen Himmel über dem Ruhrgebiet zur Energiewende" hatte zum Ziel, die Faktoren zu beleuchten, die die Entwicklung der wissenschaftlichen umweltpolitischen Beratung in Deutschland vorangetrieben haben. Das Projektteam wendete die "Oral-History-Methode" an und führte insgesamt 20 Interviews mit Zeitzeugen. Das Ecologic Institut hat die Projektwebsite erstellt, die einen Überblick über die Ziele, Methoden und Partner des Projekts gibt. Die Ergebnisse des Projekts sowie Videos der Interviews können in der Mediathek eingesehen werden.