Einfluss globaler Themen auf die deutsche Umweltpolitikforschung
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Mederake, Linda; Duwe, Matthias 2014: Einfluss globaler Themen auf die deutsche Umweltpolitikforschung.
Dieses Diskussionspapier untersucht, wie internationale Entwicklungen die Anfänge der deutschen Umweltpolitik und Umweltpolitikberatung geprägt haben. Zu den zentralen Einflüssen zählten die Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen 1972 in Stockholm sowie die Debatten über die Grenzen des Wachstums. Insbesondere die USA und Japan beeinflussten die Entstehung der ersten Umweltgesetze in Deutschland.
Das Papier zeichnet anschließend nach, wie das Ozonloch und der Klimawandel als erste wahrhaft globale Umweltprobleme die Politik zunehmend prägten. Einerseits wurden deutsche Institutionen und Politikprozesse auf diese Herausforderungen und die damit verbundenen multilateralen Verhandlungen ausgerichtet. Andererseits wirkten deutsche Initiativen und wissenschaftliche Publikationen auch auf die internationale Ebene zurück. Die Analyse zeigt, wie umweltpolitische Forschungsinstitute in diesem Umfeld an Bedeutung gewannen und sich mit ihrer spezifischen Expertise zunehmend etablieren konnten.
Im Projekt „Vom ‚blauen Himmel über der Ruhr‘ zur Energiewende“ (Dezember 2012–Juni 2014) entstanden sieben Aufsätze mit unterschiedlicher thematischer Ausrichtung. Sie verarbeiteten Erkenntnisse aus den Projektinterviews und verbanden diese mit der bestehenden wissenschaftlichen Literatur. Die Beiträge leisteten damit einen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte nichtstaatlicher Umweltpolitikforschung und -beratung und zeigten auf, in welchen Bereichen das erhobene Material bestehende Wissenslücken schließen konnte. Zugleich wurden weiterführende Forschungsfragen sichtbar, die über das Projekt hinausweisen.