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Ansätze für die kurz- und langfristige Verbesserung von EU-Politiken zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung – REFRESH-Workshop

Ansätze für die kurz- und langfristige Verbesserung von EU-Politiken zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung – REFRESH-Workshop

Timeloc
8. November 2017
Brüssel
Belgien
Lebensmittelverschwendung wird von unterschiedlichen EU-Politiken beeinflusst. Es fehlt allerdings an einem integrierten, holistischen Ansatz. Nach Einschätzung der Teilnehmenden bietet eine integriete EU Food Policy die Möglichkeit für mehr Impact.

Bei diesem Workshop wurden erste Erkenntnisse über Chancen zur Verbeserung von EU-Politiken präsentiert und diskutiert, die für die Verringerung von Lebensmittelverschwendung relevant sind. Er richtete sich an politische EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen im Bereich Lebensmittelverschwendung aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Die Ursachen von Lebensmittelverschwendung liegen in verschiedenen Sektoren und Politikfeldern. Um das Problem zu lösen, braucht es deshalb einen strategischen und integrativen Ansatz. Obwohl auf EU-Ebene schon einige Erfolge gegen die Lebensmittelverschwendung erzielt werden konnten, bleibt die wesentliche Herausforderung weiterhin unterschiedliche Politiken so aufeinander abzustimmen, dass Lebensmittelverschwendung erfolgreich begegnet werden kann. Um dafür Verbesserungsvorschläge zu enwickeln und Synergien zwischen einzelnen Politikfeldern zu identifizieren, wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts REFRESH ein Screening von EU-Politiken durchgeführt. Ziel war es, Ansatzpunkte für die Vermeidung und Verwertung von Lebensmittelüberschüssen auszumachen und Verbesserungsvorschläge zu formulieren.

Eine Zusammenfassung der Workshopergebnisse steht auf der REFRESH Website zur Verfügung.

Das Screening umfasste die Bereiche 1) Abfall- und Ressourcenpolitik, 2) Lebensmittelsicherheit und Hygiene, 3) Nutzung überschüssiger Lebensmittel als Futtermittel, 4) Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, 5) Fischereipolitik, 6) waste-to-energy (Bioenergie), 7) Verbraucherpolitik (Produktinformation, Mindesthaltbarkeitsdatum, Nudging-Ansätze), 8) unfaire Handlungspraktiken, 9) Einblicke in das Verbraucherverhalten und 10) freiwillige Zusammenarbeit im Ernährungssektor. Wegen der Zielsetzung des REFRESH-Forschungsprojekts lag der Schwerpunkt der Analyse dabei auf Ansatzpunkten zur Verbesserung von Politiken

  • um die Verwendung von überschüssigen Lebensmitteln als Tierfutter zu ermöglichen,
  • um freiwillige Übereinkommen zu fördern,
  • um unfaire Handelspraktiken zu bekämpfen und
  • um das Verbraucherverhalten positiv zu beeinflussen.

Zusätzlich wurde die Möglichkeit einer intergierten EU-Ernährungspolitik erkundet.

Im Workshop diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen des REFRESH-Projekts alle oben genannten Politikbereiche. In strukturierten Sessions tauschten sie sich sektorübergreifend zu den Treibern der Lebensmittelverschwendung und Möglichkeiten zu deren Minderung aus, um darüber ein gemeinsames Verständnis der Thematik zu erarbeiten. Die Ergebnisse des Workshops fließen in die weitere Bearbeitung des REFRESH-Projekts ein (z.B. bei der Erarbeitung spezifischer politischer Handlungsempfehlungen).

Der Workshop fand am 8. November 2017 in Brüssel statt, direkt im Anschluss an ein Treffen der EU Platform on Food Losses and Food Waste, welches am 7. November stattfand. Der Workshop wurde vom Ecologic Institut im Rahmen des REFRESH-Projekts organisiert. Die Dokumentation des Workshops inklusive Protokoll, Programm, Präsentationen und Photodokumentation ist auf der REFRESH-Website verfügbar.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Datum
8. November 2017
Ort
Brüssel, Belgien
Sprache
Englisch
Teilnehmerzahl
45
Projektnummer
2804
Schlüsselwörter
Lebensmittelverschwendung, Lebensmittel, nachhaltige Nahrungsmittel, Ernährungspolitik, Ressourcenpolitik, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Bioenergie, Landwirtschaftspolitik, Fischereipolitik, Verbraucherverhalten, Abfallpolitik, Lebensmittelsicherheit, Mindesthaltbarkeitsdatum, freiwillige Vereinbarungen, interaktiver Workshop, Europa