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Transformation hin zu nachhaltigen, resilienten Infrastrukturen (TRAFIS II)

Transformation hin zu nachhaltigen, resilienten Infrastrukturen (TRAFIS II)

Infrastruktursysteme zur Daseinsvorsorge befinden sich im Prozess einer tiefgreifenden Transformation. Sie stehen unter einem hohen Veränderungsdruck, um einen Beitrag zu den sich verändernden gesellschaftlichen Zielstellungen zu leisten. Erwartungen und Herausforderungen in Bezug auf Klimaanpassung und Klimaschutz, Circular Economy, Energiewende einschließlich Atomausstieg, Kohleausstieg, Mobilitätswende, Dekarbonisierung, sowie die langfristigen Prozesse der Urbanisierung und des demographischen Wandels geben neue Zielstellungen vor, denen auch die Entwicklung der Infrastrukturen unterliegt. Die neuen technischen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien, einschließlich der zunehmenden Vertrautheit der Nutzer in deren Anwendung, führen zusammen mit den neuen Zielen zu einer großen Veränderungsdynamik hin zu mehr Effizienz, Komfort und teilweise gänzlich neuen Dienstleistungen.

Ein zentrales Element der Transformation liegt daher in der Schaffung von neuartigen und nachhaltigeren Systemen durch die Kopplung bisher unabhängig voneinander betriebener Infrastrukturen. Anhand der Erkenntnisse aus dem Vorgängervorhaben "TRAFIS" wird deutlich, dass Wissensdefizite bislang insbesondere darin liegen, wie innovative und vielversprechende Innovationen dabei unterstützt werden können, Nischen zu verlassen und sich stärker in der Breite zu verankern, und zwar so, dass Ressourcen- und Klimaschutz als auch die Resilienz effektiver vorangebracht werden. Dem schließt sich unmittelbar die Frage nach der Bewertung der Bewertung von Nachhaltigkeitswirkungen im Zuge dieser "Verbreitung" an.

Vor diesem Hintergrund führt das Vorhaben die folgenden Aktivitäten durch:

  1. Klärung der wesentlichen Begriffe und Konzepte zum Thema Verbreitung von Innovationen
  2. Systematisierung von Infrastrukturkopplungen und deren überblickhafte Bewertung hinsichtlich der Eignung für eine Verbreitung.
  3. Analyse und Systematisierung politischer Rahmenbedingungen für die Verbreitung von Infrastrukturinnovationen aus bundespolitischer und lokalpolitischer Perspektive (Top-down, Bottom-up)
  4. Auswertung von Synergien und Konflikten zwischen den Rahmenbedingungen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die Ebene der Bundespolitik.
  5. Weiterentwicklung eines breit anwendbaren Werkzeugs zur Bewertung der Nachhaltigkeit v.a. gekoppelter innovativer Infrastrukturlösungen auf kommunaler Ebene mit dem Ziel der Verankerung von Nachhaltigkeitsbewertungen in kommunalen Planungs- und Entscheidungsprozessen
  6. Erprobung von Ansätzen zur Verbreitung innovativer Infrastrukturlösung in Kooperation mit ausgewählten Fallstudien in Fortführung einer etablierten Kooperation mit den dafür maßgebenden lokalen und regionalen Akteuren vor Ort.

Ecologic Institut ist federführend für die Aktivitäten 1, 3, 4 und 6 der o.g. Liste zuständig.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Partner
Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Fakultät 6 - Fachgebiet Stadttechnik, Deutschland
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Oktober 2019 bis November 2022
Projektnummer
3586
Schlüsselwörter
Nachhaltigkeitstransformation, gekoppelte Infrastrukturen, Verbreitung, Innovation, Klimaschutz, Resilienz, Ressourcenschonung, Literaturrecherche, Expert*innen-Interviews, Expert*innen-Workshops, multikriterielle Bewertung, transdisziplinäre/transformative Forschung, Deutschland