Direkt zum Inhalt

Nachhaltige Anpassung ganzheitlich denken

event banner

© Ecologic Institute

Print

Nachhaltige Anpassung ganzheitlich denken

Synergien zwischen 2030 Agenda, Pariser Abkommen und dem Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge voranbringen

Veranstaltung
Datum
Ort
online
Aktive Rolle

Am 7. Juli 2021 organisierte das Ecologic Institut eine Online-Podiumsdiskussion, um die im Projekt "Gemeinsame Umsetzung der 2030 Agenda und des Pariser Abkommens" gewonnenen Erkenntnisse über nachhaltige Anpassungspfade zu diskutieren. Die Podiumsdiskussion wurde von Camilla Bausch, Direktorin des Ecologic Instituts, moderiert und fand als virtuelle Veranstaltung parallel zum High-Level Political Forum on Sustainable Development 2021 der Vereinten Nationen statt. Ein Panel mit Expert:innen aus aller Welt diskutierte Zusammenhänge und Überschneidungen zwischen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, den Klimaanpassungszielen des Pariser Abkommens und dem Sendai Rahmenwerk für Katastrophenvorsorge. In seiner Keynote Speech stellte Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes, das Konzept der nachhaltigen Anpassungspfade vor. Er betonte die Notwendigkeit, die lokale Ebene in der Umsetzung besonders zu berücksichtigen, um Bedürfnisse und Vulnerabilitäten zu identifizieren und bestehende lokale Erfahrungen einzubeziehen. Er betonte auch, dass "one-size-fits-all"-Lösungen für eine nachhaltige Anpassung nicht geeignet sind. Im Anschluss an seinen Vortrag stellte Jenny Tröltzsch, Koordinatorin für Klimaanpassung am Ecologic Institut, den Ansatz anhand verschiedener Fallbeispiele näher vor. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen neben Dirk Messner die folgenden Expert:innen teil:

  • Loretta Hieber Girardet | Chief Risk Knowledge, Monitoring and Capacity Development im Büro der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge (UNDRR)
  • Madhushree Chatterjee | Chief of Natural Resources and Interlinkages Branch at the Division for Sustainable Goals of the Department of Economic and Social Affairs (UN DESA)
  • Rodrigo Rodriguez Tornquist | Sekretär für Klimawandel, nachhaltige Entwicklung und Innovation im argentinischen Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung
  • David Jácome Polit | Chief Resilience Officer der Stadt Quito

Die Podiumsteilnehmer betonten, dass die Regierungen sektorübergreifende und grenzüberschreitende Ansätze umsetzen müssen, anstatt in Silos zu arbeiten. Dies könne zum Beispiel durch einen regelmäßigen monatlichen Austausch zwischen Arbeitsgruppen oder runde Tische erfolgen. Hierbei sei es wichtig, Interessenvertreter:innen aus verschiedenen Bereichen an Diskussionen zu beteiligen.

Die Podiumsteilnehmer:innen beleuchteten auch die Rolle einer umfassenden Datenverfügbarkeit und eines umfassenden Datenaustauschs zur Unterstützung einer faktengestützten Entscheidungsfindung und Bewertung von Risiken. In der Realität ist der Austausch und die Nutzung von Daten in vielen Ländern auf verschiedenen Ebenen nach wie vor unzureichend. Jedoch werden Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung zunehmend als miteinander verknüpfte Herausforderungen betrachtet und in ein umfassendes Risikomanagement integriert. In diesem Zusammenhang verwies Loretta Hieber Girardet, UNDRR, auf das Global Risk Assessment Framework. Diese übergreifende Plattform, die Daten für die Entwicklung nationaler Anpassungsstrategien bereitstellt, befindet sich derzeit in der Entwicklung.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann hier abgerufen werden.

Sonderveranstaltung parallel zum HLPF 2021

Kontakt

Mehr Inhalte aus diesem Projekt

Finanzierung
veranstaltet von
Partner
Aktive Rolle
Team
Datum
Ort
online
Sprache
Englisch
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
HLPF, Sustainable Adaptation Pathways, SDGs, Paris Agreement, Sendai Framework, 2030 Agenda, Klimaanpassung, Nachhaltige Entwicklung, Katastrophenrisikominderung