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Transformation europäischer Lebensmittelsysteme (TrueFoodS)

Photo: Canva.com, TrueFoodS project, 2026

Transformation europäischer Lebensmittelsysteme (TrueFoodS)

Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit, Governance und Resilienz als zentrale Elemente

Projekt
Dauer
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Europäische Lebensmittelsysteme stehen vor erheblichen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Trotz laufender Bemühungen, diesen Herausforderungen zu begegnen, wird die Post-Harvest-Phase (Nachernte-Phase) – einschließlich Erstbehandlung, Verarbeitung, Lagerung, Transport, Vertrieb und Abfallmanagement – bislang nur unzureichend berücksichtigt, obwohl sie maßgeblich zu Lebensmittelverlusten, Ressourcenineffizienzen und sozialen Ungleichheiten beiträgt.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das im Rahmen der europäischen FutureFoodS-Partnerschaft geförderte Projekt TrueFoodS das Ziel, die europäischen Post-Harvest-Systeme nachhaltiger, gerechter und resilienter zu gestalten. Das Projekt vereint 13 Partner aus neun Ländern und verfolgt einen integrierten Food-Systems-Ansatz, der ökologische, wirtschaftliche, soziale und regulatorische Dimensionen berücksichtigt.

Projektziele

TrueFoodS adressiert zentrale strukturelle Herausforderungen europäischer Post-Harvest-Systeme und verfolgt dabei insbesondere folgende Ziele:

  • Entwicklung von Empfehlungen zur stärkeren Integration der Post-Harvest-Phase in rechtliche und politische Rahmenbedingungen
  • Entwicklung zirkulärer Strategien zur Reduktion von Lebensmittelverlusten und Umweltbelastungen
  • Stärkung der Kapazitäten kleiner und mittlerer Unternehmen durch gezielte Capacity-Building-Maßnahmen und inklusive Geschäftsmodelle
  • Entwicklung eines Governance-Rahmens für adaptive und resiliente Post-Harvest-Systeme
  • Gemeinsame Entwicklung praxisnaher Lösungen in Zusammenarbeit mit Kommunen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren
     

Ecologic Institute in TrueFoodS

Das Ecologic Institut leitet das Arbeitspaket 3, das sich mit der Analyse der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Post-Harvest-Phase befasst, wobei ein besonderer Fokus auf den GAP-Strategieplänen der Konsortialländer liegt. Die Arbeiten verbinden die rechtliche Expertise der AgLaw Research Group der Scuola Superiore Sant’Anna mit der politikbezogenen Expertise des Ecologic Instituts. Ziel ist es, zu bewerten, in welchem Umfang die Post-Harvest-Phase bislang berücksichtigt und unterstützt wird, regulatorische Lücken und Inkohärenzen zu identifizieren sowie gezielte Leitlinien und Empfehlungen zu entwickeln, um die Integration und Kohärenz von Post-Harvest-Aspekten in Rechts- und Politikrahmen zu stärken und dadurch eine wirksamere Unterstützung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten.

Die Transformation von Nachernteprozessen ist ein zentraler Hebel für nachhaltige und resiliente Ernährungssysteme in Europa.
Finanzierung
Partner
Team
Dauer
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Projekt-ID
Schlüsselwörter
nachhaltige Ernährungssysteme, nachhaltige Lebensmittelwertschöpfungsketten, Lebensmittelverluste reduzieren, Kreislaufwirtschaft Lebensmittel, resiliente Ernährungssysteme, nachhaltige Nachernte-Systeme, Ressourceneffizienz Lebensmittel, nachhaltige Lebensmittelverarbeitung, klimaresiliente Ernährungssysteme, nachhaltige Lieferketten Lebensmittel, Governance Ernährungssysteme, inklusive Geschäftsmodelle Lebensmittelwirtschaft, nachhaltige Agrar- und Ernährungspolitik, Transformationsprozesse Ernährungssysteme, nachhaltige Lebensmitteldistribution, soziale Gerechtigkeit Ernährungssysteme, nachhaltige Lebensmittelinfrastruktur, umweltfreundliche Nachernteprozesse, europäische Agrarpolitik
Europa
Food Systems Approach, Analyse rechtlicher Rahmenbedingungen, Policy-Analyse, Governance Framework Entwicklung, Co-Creation Prozesse, Stakeholder-Einbindung, Kapazitätsaufbau für KMU, regulatorische Gap-Analyse, Analyse der GAP-Strategiepläne, sektorübergreifende Zusammenarbeit, integrierte Systemanalyse, Entwicklung von Handlungsempfehlungen, adaptive Governance-Ansätze, inklusive Geschäftsmodelle, kollaborative Lösungsentwicklung, Wertschöpfungskettenanalyse, politik- und rechtswissenschaftliche Analyse