The Do’s and Don’ts of a Buyers’ Club
Recommendations for an EU Buyers’ Club for Carbon Farming
- Publikation
- Zitiervorschlag
Gardiner, J., McDonald, H., Scheid, A., Lanckriet, E., Martel, S., Tronquet, C., & Lesschen, J. P. (2026). The Do's and Don'ts of a Buyers' Club: Recommendations for an EU Buyers' Club for Carbon Farming. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.20153020
Mit dem Fortschreiten der Umsetzung der Verordnung über CO₂-Entnahmen und Carbon Farming (CRCF) in der Europäischen Union verlagert sich der Fokus zunehmend von Zertifizierungsregeln und Angebotsfragen hin zu Nachfrage und Finanzierung: Wer wird Carbon-Farming-Maßnahmen finanzieren – und unter welchen Bedingungen?
Dieses Policy Brief, das im Rahmen des Horizon-Europe-Projekts CAFAMORE entwickelt wurde, untersucht den vorgeschlagenen EU Buyers’ Club für Carbon Farming. Es zeigt auf, wie der Club gestaltet werden sollte, um die frühe Nachfrage nach CRCF-Zertifikaten für Carbon Farming zu fördern und gleichzeitig Umweltintegrität sicherzustellen sowie Vorteile für Landwirt:innen zu schaffen.
Zu den zentralen Empfehlungen gehören:
- Den Buyers’ Club als Lern- und Übergangsmechanismus definieren – nicht als langfristige Lösung zur Finanzierung der Transformation der Landwirtschaft. Der Club kann die frühe Umsetzung des CRCF unterstützen und als praktischer Zwischenschritt hin zu verbindlichen politischen Instrumenten dienen.
- Ein strategisches Portfolio verschiedener CRCF-Aktivitäten und Projekte aufbauen, anstatt nur die günstigsten verfügbaren Zertifikate zu kaufen. Die Finanzierung sollte zusätzliche, besonders wirkungsvolle Maßnahmen priorisieren und so den Lerneffekt maximieren.
- CRCF-Zertifikate nicht als austauschbar behandeln. Carbon-Farming-Maßnahmen unterscheiden sich hinsichtlich Permanenz, Risiko der Umkehrung, Komplexität des Monitorings und zusätzlicher Umwelt- und Sozialnutzen.
- Klarstellen, welche Aussagen Käufer:innen treffen dürfen – etwa im Rahmen von Scope-3-Berichterstattung und Carbon Credits sowie bei kofinanzierten Projekten – ohne dabei Offsetting-Anwendungen in den Mittelpunkt zu stellen.
- Öffentliche Unterstützung nutzen, um zusätzliche private Finanzierung zu mobilisieren, anstatt sie zu ersetzen. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass private Käufer:innen keine Minderungsleistungen beanspruchen können, die sie nur zu einem geringen Teil finanziert haben.
- Marktstrukturen vermeiden, die die Verhandlungsmacht von Landwirt:innen schwächen oder den Einfluss auf wenige Intermediäre, MRV-Anbieter oder Projektentwickler konzentrieren.