Direkt zum Inhalt

Umweltdelikte 2019

 
publication's cover

© Umweltbundesamt

Print

Umweltdelikte 2019

Auswertung von Statistiken

Publikation
Zitiervorschlag

 

Gerstetter, Christiane; Duin, Laurens; Trötzsch, Jenny (2020): Umweltdelikte 2019. Auswertung von Statistiken. Dessau-Roßlau: Umweltbundesamt.

Die vorliegende Publikation gibt einen quantitativen Überblick über die Entwicklung und den Stand der Umweltkriminalität in Deutschland in den Jahren 2010 bis 2019. Dafür wurden Daten der polizeilichen Kriminalstatistik sowie der Strafverfolgungsstatistik des Statistischen Bundesamts ausgewertet. Die Publikation bietet sowohl einen Überblick über allgemeine Trends als auch eine vertiefte Darstellung zu einzelnen Umweltdelikten. Darüber hinaus enthält die Veröffentlichung Daten zu Ordnungswidrigkeiten im Bereich des Handels mit geschützten Arten. Der Bericht wurde von einem Team des Ecologic Instituts im Auftrag des Umweltbundesamts erstellt.

Zentrale Ergebnisse sind folgende:

Die Zahl der bekannt gewordenen Fälle aller Umweltstraftaten ist zwischen 2010 und 2019 um 8 % gesunken, von 21.546 im Jahr 2010 auf 19.755 im Jahr 2019. Damit setzt sich der in der vorherigen Ausgabe der Publikation Umweltdelikte festgestellte Trend fort. Bereits zwischen 2004 und 2016 war die Zahl der Fälle gesunken, in damaligen Zeitraum allerdings um 32 %. Auch die bekannt gewordenen Fälle aller in der PKS erfassten Straftaten haben sich zwischen 2010 und 2019 um 8 % verringert.

Als Ursachen für die abnehmende Zahl von polizeilich erfassten Straftaten kommen sowohl ein verbessertes Regelbewusstsein bzw. eine verbesserte tatsächliche Regelbefolgung in Frage als auch verringerte Kapazitäten für Kontrollen, Strafverfolgung und Rechtsvollzug in den zuständigen Behörden sowie ein verändertes Anzeigeverhalten in Betracht.

Im Jahr 2019 waren 39 % aller bekannt gewordenen Fälle von Umweltstraftaten Straftaten des unerlaubten Umgangs mit Abfällen (§ 326 außer Absatz 2 StGB). Straftaten nach dem Tierschutzgesetz hatten einen Anteil von 35 %, Gewässerverunreinigungen von 12 %. Diese drei Straftaten zusammen umfassten also 2019 einen Anteil von 86 % aller bekannt gewordenen Fälle von Umweltstraftaten. Dies entspricht in etwa der Situation im Jahr 2016.

Die Aufklärungsquote bei Umweltstraftaten hat sich in den Jahren 2010 bis 2019 nur unwesentlich verändert. Sie lag in allen Jahren im Zeitraum 2010 bis 2019 zwischen 58 % und 62 %. Damit lag sie leicht über der Aufklärungsquote für die Gesamtkriminalität in Deutschland.

Die Publikation knüpft an die vom UBA veröffentlichte Publikationsreihe "Umweltdelikte" an, die letztmalig 2018 als "Umweltdelikte 2016" erschien.

Kontakt

Mehr Inhalte aus diesem Projekt

Sprache
Deutsch
Autorenschaft
Dr. Christiane Gerstetter
Finanzierung
Verlag
Jahr
Umfang
109 S.
ISSN
1862-4804
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Umweltstrafrecht, Umweltkriminalität, Kriminologie, Strafrecht, Umweltverschmutzung, illegaler Handel mit Umweltgütern, illegale Abholzung, Artenschutz, Abfallexporte, Kriminalistatistik
Deutschland
deskriptive Statistik