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Vertrauen in Standards, MRV-Systeme und Projekte im Carbon Farming stärken (CREDIBLE 2.0)
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CO₂-Entnahme und Carbon Farming bieten ein erhebliches Potenzial, um die Europäische Union dabei zu unterstützen, ihr Ziel der Netto-Null-Emissionen bis 2050 zu erreichen. Die 2024 verabschiedete Verordnung zu Carbon Removals and Carbon Farming (CRCF) soll die Entwicklung und Umsetzung dieser vielversprechenden Ansätze in der gesamten EU vorantreiben. Das Projekt CREDIBLE unterstützt die Umsetzung von Carbon Farming sowie die Entwicklung der damit verbundenen Märkte und politischen Rahmenbedingungen.
Aufbauend auf der ersten Phase von CREDIBLE, in der ein gemeinsames Verständnis darüber entwickelt wurde, welche Verfahren, Standards und Monitoringmethoden die Wirkung von Carbon Farming in der EU maximieren können, liefert CREDIBLE 2.0 weitere Erkenntnisse für eine nachhaltige Umsetzung. Gleichzeitig unterstützt das Projekt einen systematischen Prozess, um Wissen auf allen Ebenen verfügbar und praktisch nutzbar zu machen. Der multidisziplinäre Ansatz verbindet technische Lösungen, Dialoge mit verschiedenen Akteursgruppen und Unterstützung bei der praktischen Umsetzung. Das Format des European Carbon Farming Summit (ECFS) wird weiterhin umgesetzt mit dem Ziel, Hindernisse und Wissenslücken zu identifizieren. Zugleich bietet der Summit die Möglichkeit für einen sektorübergreifenden Austausch zu Carbon Farming und trägt zur Weiterentwicklung und Verbreitung praktischer Instrumente und Ressourcen bei.
Die Rolle des Ecologic Instituts in CREDIBLE 2.0
Das Ecologic Institut ist Teil eines Konsortiums aus 13 Partnerorganisationen aus sieben Ländern. Unser Team bringt seine Expertise zu Carbon Farming, Governance, Politikinstrumenten und Wissensvermittlung ein.
Im Arbeitspaket 3.1 unterstützt das Ecologic Institut die Governance-Analysen zu Chancen und Hindernissen für die Integration der CRCF-Methoden in relevante politische Rahmenbedingungen. Diese Arbeiten bilden eine Grundlage für gezielte Diskussionen mit zentralen Stakeholdern und unterstützen deren Durchführung. Auf Grundlage des sich ergänzenden Wissens und der Erkenntnisse von Expert:innen werden thematische Policy Briefs lösungsorientierte Empfehlungen für einen förderlichen und kohärenten politischen Rahmen auf EU- und nationaler Ebene formulieren.
Das Ecologic Institut leitet das Arbeitspaket 3.2, das sich mit der Identifizierung bewährter Verfahren für private Investitionen in Carbon Farming befasst. Dabei werden die Anforderungen potenzieller Käufer:innen im Rahmen des CRCF auf der Nachfrageseite untersucht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf robusten MRV-Systemen, der Rolle von Zertifizierungssystemen, der Nutzung von Leistungsindikatoren sowie der Berücksichtigung zusätzlicher positiver Wirkungen auf Landschaftsebene. Gemeinsam mit Partnern und zentralen Expert:innen wird ein gezielter Stakeholder-Workshop durchgeführt, um die Ergebnisse zu überprüfen und in eine Policy Note einfließen zu lassen. Diese wird Empfehlungen und bewährte Verfahren für private Investitionen in Carbon Farming enthalten.
Arbeitspaket 3.3 zielt schließlich darauf ab, Lücken und Chancen landschaftsbasierter Ansätze zu bestimmen und zu untersuchen, wie solche Ansätze die Integrität und Relevanz von Kohlenstoffmärkten verbessern können. Zudem wird betrachtet, welche Rolle landschaftsbasierte Ansätze beim Übergang zu wirtschaftlich tragfähigen und resilienten ländlichen Räumen spielen können. Bestehende Initiativen, die Carbon Farming auf Landschaftsebene umsetzen, werden erfasst, um einen umfassenden Überblick über Herausforderungen bei der Zuordnung von Kohlenstoffreduktionen und verfügbare Lösungsansätze zu geben. Die Ergebnisse werden anschließend durch Beiträge von Expert:innen und Entwickler:innen von Landschaftsprojekten ergänzt. Auf dieser Grundlage werden Empfehlungen erarbeitet und relevante Fallstudien für die weitere Verbreitung ausgewählt. Das Ecologic Institut beteiligt sich an dieser Arbeitsgruppe und überprüft die Ergebnisse der Diskussionen.
Durch diese Aktivitäten trägt das Ecologic Institut dazu bei, dass CREDIBLE 2.0 politisch relevante und praxisorientierte Ergebnisse liefert. Erkenntnisse aus den Interviews und Workshops werden zudem in einer Policy Note zusammengeführt und verbreitet.