© PtJ/Henning Kraudzun
Plastic Pirates feiern Jubiläum mit erstmaligen Probennahmen auf Rügen
Schülerinnen und Schüler untersuchen Strandabschnitte in Schaprode und Sellin
- Veranstaltung
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- Ort
- Rügen, Deutschland
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Plastic Pirates fanden erstmals Probennahmen auf der Insel Rügen statt. In verschiedenen Arbeitsgruppen untersuchten die Schülerinnen und Schüler die Plastikmüllbelastung an den Stränden mithilfe wissenschaftlicher Methoden. Ziel war es, einen Beitrag zur europaweiten Erforschung der Plastikverschmutzung zu leisten.
Plastic Pirates erstmals auf Rügen unterwegs
Den Auftakt machten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Regionalen Schule Gingst am Strand von Schaprode. Am folgenden Tag untersuchte eine sechste Klasse der CJD Christophorusschule Sellin den Strandabschnitt in Sellin. Beide Orte liegen in ökologisch bedeutenden Regionen. Schaprode befindet sich in der Nähe des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, während Sellin im Biosphärenreservat Südost-Rügen liegt.
Angeleitet wurden die Jugendlichen von Mandy Hinzmann und Hannah Brunkhorst vom Ecologic Institut sowie Janto Schönberg und Sinja Dittmann von der Kieler Forschungswerkstatt. Auch der Projektträger, ein Meeresbiologe und ein Rangerteam aus Rügen begleiteten die Untersuchungen. In ihren Gruppen gingen die Schülerinnen und Schüler verschiedenen Forschungsfragen rund um die Plastikverschmutzung nach und dokumentierten ihre Funde. Anschließend wurden die erhobenen Daten gemeinsam besprochen und reflektiert.
Meeresmüll verstehen durch praktische Forschung
Am Selliner Strand stimmte ein Strandmemory die jüngeren Teilnehmenden auf die Probennahme ein. Sie suchten nach typischen Strandfunden wie Steinen und Muscheln und schärften so ihren Blick für die natürliche Umgebung und mögliche Müllfunde. Ergänzend gab der Ranger Einblicke in die Auswirkungen von Plastikmüll auf Tiere und das Küstenökosystem. Anschauliche Bilder zeigten, welchen Gefahren Meerestiere durch Plastikmüll ausgesetzt sind und welche Folgen dieser für das Ökosystem haben kann.
Von lokalen Erkenntnissen zu europaweiten Forschungsdaten
Das gute Wetter trug zusätzlich zu einer gelungenen Durchführung bei. Die Aktion bot auch Gelegenheit zum Austausch mit lokalen Akteuren, etwa dem Hafen in Schaprode, sowie mit Tourist:innen. Gleichzeitig erhielten die Schülerinnen und Schüler einen unmittelbaren Einblick in die wissenschaftliche Forschungspraxis. Die auf Rügen erhobenen Daten fließen anschließend in die Datenbank der Plastikpiraten ein und werden auf einer digitalen Karte sichtbar.
Das Jubiläumssampling auf Rügen war damit ein voller Erfolg. Es verband praktische Forschungsarbeit mit Umweltbildung und eröffnete insbesondere neue Perspektiven auf die Küsten der größten Insel Deutschlands.