Naturbasierte Lösungen zur Klimaanpassung in der Praxis
Herausforderungen bei der Umsetzung auf lokaler Ebene in Deutschland
- Präsentation
- Datum
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- Ort
- Ljubljana, Slowenien
- Vorlesung
Am 20. Oktober beteiligte sich Jenny Tröltzsch vom Ecologic Institut an der internationalen Konferenz „Future Disasters, Our Concern Today: Nature Restoration and Climate Adaptation“ in Ljubljana, Slowenien. In einem Online-Vortrag stellte sie praktische Erfahrungen und zentrale Erkenntnisse zur Umsetzung naturbasierter Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) in deutschen Städten vor.
Naturbasierte Lösungen zur Klimaanpassung in deutschen Städten
Der Vortrag basierte auf Ergebnissen des Projekts „Natürlich Klimaanpassung!“, in dem die Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung naturbasierter Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel untersucht wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf städtischen Räumen.
Zu Beginn des Vortrags erläuterte Jenny Tröltzsch das Konzept naturbasierter Lösungen und ihren Beitrag zur Klimaanpassung anhand konkreter Praxisbeispiele aus deutschen Städten. Maßnahmen wie Pocket-Parks, Dachbegrünungen und Hochwasserrückhaltebecken zeigen, wie grüne und blaue Infrastruktur dazu beitragen kann, die Hitzebelastung in Städten zu verringern und Hochwasserrisiken zu mindern. Gleichzeitig bieten diese Maßnahmen zusätzliche ökologische und gesellschaftliche Vorteile.
Zentrale Erkenntnisse für eine erfolgreiche Umsetzung
Auf Grundlage einer Literaturanalyse, von Experteninterviews und sechs Stakeholder-Workshops stellte der Vortrag zentrale Erkenntnisse für die erfolgreiche Umsetzung naturbasierter Lösungen vor. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere integrierte und an die lokalen Gegebenheiten angepasste Ansätze entscheidend sind. Durch die Kombination verschiedener grüner und blauer Maßnahmen sowie gegebenenfalls technischer Lösungen lassen sich unterschiedliche Klimarisiken und lokale Anforderungen gleichzeitig adressieren.
Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die Stärkung der Zusammenarbeit und institutioneller Strukturen. Die ressortübergreifende Zusammenarbeit, geeignete Koordinierungsmechanismen und die Kooperation zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen können dazu beitragen, institutionelle und administrative Hürden zu überwinden. Auch die frühzeitige Einbindung relevanter Akteure, die gemeinsame Entwicklung von Maßnahmen und eine wirksame Kommunikation sind von großer Bedeutung. Sie können die Akzeptanz erhöhen, die Qualität der Maßnahmen verbessern und deren langfristige Wirksamkeit unterstützen.
Hürden überwinden und die Zusammenarbeit auf lokaler Ebene stärken
Im abschließenden Teil des Vortrags ging Jenny Tröltzsch auf verschiedene Herausforderungen bei der Umsetzung naturbasierter Lösungen auf lokaler Ebene ein und diskutierte mögliche Lösungsansätze. Im Mittelpunkt standen dabei die Nutzung von Synergien durch integrierte Ansätze, die Stärkung wirtschaftlicher Anreize für naturbasierte Lösungen sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Verwaltungen und der Privatwirtschaft.