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Inklusive Öffentlichkeitsarbeit für naturbasierte Klimaanpassung

 

Photo: Canva.com, Cover: Umweltbundesamt, 2025

Inklusive Öffentlichkeitsarbeit für naturbasierte Klimaanpassung

Wege zur Teilhabe vulnerabler und schwer erreichbarer Gruppen

Publikation
Zitiervorschlag

Felthöfer, Charlotte; Tröltzsch, Jenny; Bueb, Benedict; Mederake, Linda (2025): Inklusive Öffentlichkeitsarbeit für naturbasierte Klimaanpassung. Wege zur Teilhabe vulnerabler und schwer erreichbarer Gruppen. Herausgegeben vom Umweltbundesamt, Fachgebiet I 2.8, Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz. Dessau-Roßlau. ISSN 2363-832X.

Dieser Leitfaden, der vom Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, bietet Kommunen praxisnahe Orientierung, wie Öffentlichkeitsarbeit zu naturbasierter Klimaanpassung inklusiv gestaltet werden kann. Ziel ist es, neue Zielgruppen für naturbasierte Lösungen und Klimaanpassung zu begeistern – und sie aktiv in damit verbundene Aktivitäten einzubeziehen. 

Inklusive Öffentlichkeitsarbeit als Chance für Bürger:innen und Kommunen

Naturbasierte Klimaanpassung kann ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn sie die Menschen erreicht. Viele Kommunen engagieren sich bereits in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Themen Klimaanpassung und grün-blaue Infrastruktur. Klassische Kommunikations- und Beteiligungsformate erreichen jedoch oft nur einen begrenzten Teil der Bevölkerung, während andere Gruppen kaum angesprochen werden. Die Herausforderung liegt darin, auch jene Gruppen anzusprechen, die bislang kaum erreicht werden – zum Beispiel ältere Menschen, Jugendliche, Personen mit geringem Einkommen oder Bildungsstand sowie Menschen mit Migrationsgeschichte. Häufig sind es auch gerade diese Gruppen, die unverhältnismäßig stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. 

Der Leitfaden zeigt, wie Kommunen Barrieren erkennen, unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigen und ihre Kommunikation entsprechend anpassen können. Ziel ist es, Teilhabe zu ermöglichen, Vertrauen aufzubauen und die langfristige Akzeptanz von Anpassungsmaßnahmen zu stärken.

Zielgruppen differenziert ansprechen

Ein Schwerpunkt liegt auf zielgruppenorientierter Kommunikation. Der Leitfaden zeigt auf, wie Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Lebensrealitäten und Kommunikationsbedürfnissen besser erreicht werden können. Von Ansätzen zur Kategorisierung von Zielgruppen ausgehend, legt der Leitfaden dar, wie Öffentlichkeitsarbeit diese verschiedenen Zielgruppen besser erreichen kann, beispielsweise durch leichte Sprache, kultursensible Bildsprache oder Kooperation mit lokalen Multiplikator:innen. Kommunikation wird so greifbarer und relevanter für Gruppen, die in formalen Beteiligungsprozessen oft unterrepräsentiert sind.

Beteiligung dort, wo Menschen sind

Der Fokus des Leitfadens liegt auf niedrigschwelligen Formaten, die sich entweder dazu eignen, bestimmten Zielgruppen Informationen zu naturbasierter Klimaanpassung zu vermitteln oder diese in die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen einzubinden. Statt Beteiligung an formale Veranstaltungen zu binden, werden Kommunikations- und Beteiligungsangebote in den Alltag der Menschen verlagert, etwa in Quartiere, Schulen, Nachbarschaftstreffs oder öffentliche Grünräume.

Aus Erfahrungen lernen

Der Leitfaden stellt neun konkrete Maßnahmen und Beispiele für bewährte Formaten vor, die von Nachbarschaftsspaziergängen und partizipativen Workshops bis hin zu kreativen Formaten, urbanen Gartenprojekten und Botschafterprogrammen reichen.

Zahlreiche Fallstudien aus deutschen Kommunen veranschaulichen, wie inklusive Kommunikation in der Praxis funktionieren kann. Sie zeigen, wie die Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, sozialen Einrichtungen und vertrauenswürdigen Vermittlern dazu beiträgt, benachteiligte oder schwer erreichbare Gruppen anzusprechen und ihre Perspektiven in die Planung und Umsetzung einzubeziehen.

Eine praktische Ideensammlung für Kommunen

Der Leitfaden richtet sich an Mitarbeitende der Kommunalverwaltung wie Klimaanpassungsmanager:innen und Mitarbeitende sozialer Einrichtungen. Er zeigt, wie inklusive Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich sein kann: durch neue, spannende Formate, gezielte Kommunikation und starke Partnerschaften, die den Austausch bewährter Verfahren ermöglichen. Der Leitfaden enthält keinen starren Schritt-für-Schritt-Plan, sondern flexible Grundsätze, Instrumente und Beispiele, die an den jeweiligen lokalen Kontext angepasst werden können.

Der Leitfaden wurde im Rahmen des Projektes "Natürlich Klimaanpassung!" erarbeitet und steht kostenfrei als PDF zur Verfügung.

Inklusive Öffentlichkeitsarbeit macht naturbasierte Klimaanpassung zugänglich.

Kontakt

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Sprache
Deutsch
Autorenschaft
Credits

Redaktion: Dr. Andreas Huck (UBA)
Satz und Layout: Lena Aebli (Ecologic Institut)

Finanzierung
Verlag
Jahr
Umfang
60 S.
ISSN
2363-832X
Projekt
Projekt-ID
Inhaltsverzeichnis
Schlüsselwörter
Planung naturbasierter Lösungen, Instrumente zur Klimaanpassung, Klimaresilienz in Städten, Raumplanung zur Anpassung, ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen, kommunale Klimastrategien, Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen, Entscheidungshilfen für Kommunen, Planung der Resilienz in Städten, Leitlinien zur Klimaanpassung
Deutschland, deutsche Gemeinden, lokale Behörden, städtische Gebiete, Städte und Gemeinden, kommunale Ebene, europäischer Kontext, Regionalplanung, lokale Klimapolitik, städtische Regionen
inklusive Öffentlichkeitsarbeit, Zielgruppenanalyse, Zielgruppensegmentierung, Barrierenanalyse, Stakeholder-Mapping, partizipative Kommunikation, niedrigschwellige Beteiligung, aufsuchende Formate, Ko-Kreation, community-basierte Ansätze, Sozialraumanalyse, Sinus-Milieus, Motivationstypen, einfache Sprache, Leichte Sprache, Mehrsprachigkeit, kultursensible Kommunikation, visuelle Kommunikation, Narrative, Framing, Beteiligungsformate, Stadtteilspaziergänge, Workshops, Co-Design-Prozesse, Multiplikator:innen-Programme, Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen, Vertrauenspersonen, Praxisbeispiele