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Towards Climate-ready Marine Protected Areas

Foto von Manuel Rheinschmidt auf Unsplash, Study: npj Ocean Sustain, 2026

Towards Climate-ready Marine Protected Areas

Challenges and strategic pathways

Publikation
Zitiervorschlag

Fuchs, G., Stelljes, N., Kroos, F. et al. Towards climate-ready marine protected areas: challenges and strategic pathways. npj Ocean Sustain 5, 15 (2026). https://doi.org/10.1038/s44183-026-00184-3

Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas, MPAs) sind ein zentrales Instrument zum Schutz der Biodiversität, zur Sicherung von Ökosystemleistungen und zur Stärkung der Resilienz mariner sozial-ökologischer Systeme. Mit zunehmender Intensität des Klimawandels hängt ihre Wirksamkeit jedoch immer stärker davon ab, inwieweit klima- und anpassungsbezogene Aspekte in Planung, Management und Governance integriert werden.

Auf Grundlage strukturierter Expert:innen-Workshops in Europa identifiziert diese Studie zentrale wissenschaftliche, governance-bezogene und sozioökonomische Voraussetzungen für „klimafitte“ MPAs. Die Ergebnisse zeigen, dass solche Schutzgebiete ökologisch robust, sozial inklusiv und durch kohärente Governance-Strukturen getragen sein müssen. Zugleich müssen sie in der Lage sein, sich an veränderte Bedingungen in den Meeren anzupassen.

Zentrale Prioritäten für klimafitte MPAs

Die Expert:innen identifizierten vier strategische Handlungsfelder:

  • Verbesserung des ökologischen Monitorings und einer klimainformierten Raumplanung, einschließlich ökologischer Konnektivität und Klimarefugien
  • Stärkung von Gerechtigkeit und partizipativer Governance zur Erhöhung der gesellschaftlichen Akzeptanz
  • bessere Abstimmung rechtlicher und institutioneller Rahmenbedingungen über Sektoren und Governance-Ebenen hinweg
  • Sicherstellung einer nachhaltigen, langfristigen Finanzierung

Von Prioritäten zu konkreten Maßnahmen

Aufbauend auf diesen Prioritäten wurden in einem transdisziplinären Prozess elf Empfehlungen entwickelt. Diese gliedern sich in:

  • grundlegende Maßnahmen zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen
  • flankierende Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung
  • langfristig strategische Maßnahmen zur Sicherung der Anpassungsfähigkeit

Gemeinsam bilden sie einen Handlungsrahmen, um die Klimafestigkeit von MPAs und MPA-Netzwerken in Europa und darüber hinaus zu stärken.

Projektkontext

Die Ergebnisse entstanden im Rahmen des Projekts „Resilienz und Klimaanpassung für die Nord- und Ostsee“ (MEER:STARK), das vom Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt wird. Ziel des Projekts ist es, konkrete, sektorübergreifende Empfehlungen zur Stärkung des Meeresschutzes und der Klimaanpassung zu entwickeln – gestützt auf den Austausch mit Expert:innen und die Einbindung relevanter Akteure aus Politik, Wissenschaft und Praxis.

Um ihre Wirksamkeit im Klimawandel zu erhalten, müssen Meeresschutzgebiete klimaresilient, adaptiv und integriert geplant und gesteuert werden.

Kontakt

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Sprache
Englisch
Autorenschaft
Cordula Scherer (AquaEcology)
Christian Lønborg (Aarhus University)
Barbara Bauer (European Topic Centre for Spatial Analysis and Synthesis, University of Malaga)
Eléonore Cambra (National Research Council, Italy)
Elena Gissi (National Research Council, Italy & National Biodiversity Future Centre)
Giuliana Estefania Cortez Gallegos (Coalition Clean Baltic)
Myron A. Peck (Royal Netherlands Institute for Sea Research)
Finanzierung
Veröffentlicht in
npj Ocean Sustainability
Verlag
Jahr
Umfang
20 S.
ISSN
ISSN 2731-426X (online)
DOI
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
Klimaanpassungsstrategien, Ozeanresilienz, ökosystembasierter Ansatz, blaue Wirtschaft, Integration von Klimapolitik, Umweltgovernance, Küstenresilienz, Biodiversitätsschutzstrategien, nachhaltiges Ozeanmanagement, naturbasierte Lösungen, Meerespolitik, Klimaschutzmaßnahmen, Ökosystemrestaurierung, Resilienzplanung, Transformation zur Ozeannachhaltigkeit, regionale Meeresübereinkommen
Europa, Nordsee, Ostsee, europäische Meeresgebiete, EU-Meeresregionen, Küstenräume Europas, grenzüberschreitende Meeresregionen
Expertenbefragung, transdisziplinäre Forschung, partizipative Workshops, Stakeholderbeteiligung, qualitative thematische Analyse, kollaborative Synthese, Priorisierungsverfahren, Ko-Produktion von Wissen, mehrphasiges Workshopdesign, szenariobasierte Analyse, interdisziplinärer Ansatz, Evidenzsynthese