© Ecologic Institute, 2026. Cover: RESTORE4Cs. Background photo: Herbert Aust on Pixabay.
Advancing Policy Integration Across Mediterranean Countries
Aligning with the Barcelona Convention and International Commitments Through a Common Evidence-Based Strategy
- Publikation
- Zitiervorschlag
Otero, M. M., Abdul Malak, D., Sanchez A., Schröder, C., 2025. Advancing Policy Integration Across Mediterranean Countries: Aligning with the Barcelona Convention and International Commitments Through a Common Evidence-Based Strategy. Policy brief. Restore4Cs project.
Die Mittelmeeranrainer haben sich in verschiedenen regionalen und internationalen Abkommen dazu verpflichtet, Küstenfeuchtgebiete zu schützen und wiederherzustellen. Ob dabei tatsächlich Fortschritte erzielt werden, wird bislang jedoch anhand unterschiedlicher Vorgaben und Messgrößen bewertet. Ein in RESTORE4Cs entwickelter Ansatz zeigt, wie gemeinsame Indikatoren eine vergleichbare Datengrundlage schaffen und die verschiedenen politischen Verpflichtungen besser miteinander verzahnen könnten.
Ein gemeinsamer Rahmen für den Mittelmeerraum
Der vorgeschlagene Ansatz baut auf dem Integrated Monitoring and Assessment Programme (IMAP) der Barcelona-Konvention auf und stellt zugleich Bezüge zur Ramsar-Konvention, zu relevanten EU-Politiken sowie zu internationalen Biodiversitäts- und Klimazielen her.
Für die Mittelmeeragenda bis 2030 werden sieben übergeordnete Indikatorbereiche vorgeschlagen. Sie erfassen unter anderem, in welchem Umfang Küstenfeuchtgebiete geschützt sind, wie repräsentativ unterschiedliche Lebensraumtypen in Schutzgebieten vertreten sind und wie sich ihr ökologischer Zustand entwickelt. Hinzu kommen Fortschritte bei der Wiederherstellung, die Anfälligkeit gegenüber klimabedingten Gefahren, die Minderung von Treibhausgasemissionen sowie die Finanzierung von Schutz und Wiederherstellung.
Diesen Indikatoren sind konkrete Messgrößen zugeordnet, von Veränderungen der Lebensraumfläche und der hydrologischen Vernetzung über Schadstoffkonzentrationen und wiederhergestellte Flächen bis zur Entwicklung von Treibhausgasemissionen und -bindung. Durch die Anknüpfung an bestehende IMAP-Indikatoren soll vorhandenes Monitoring ergänzt und nicht durch parallele Strukturen ersetzt werden.
Politische Verpflichtungen besser miteinander verbinden
Ein gemeinsamer Monitoringrahmen könnte den Mittelmeeranrainern ermöglichen, Fortschritte nach vergleichbaren Kriterien zu bewerten und Maßnahmen über verschiedene Politikbereiche hinweg besser aufeinander abzustimmen. Das ist besonders relevant, weil intakte Küstenfeuchtgebiete gleichzeitig zum Erhalt der Biodiversität, zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung, zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Verringerung von Katastrophenrisiken beitragen.
Wie eng diese Ziele bereits miteinander verknüpft sind, zeigt die Übersicht auf Seite 3 des Policy Briefs: Zwischen 2025 und 2035 greifen im Rahmen der Barcelona-Konvention unterschiedliche Zielsetzungen zu Wiederherstellung, Schutzgebieten, Verschmutzung und Klimaresilienz ineinander. Gemeinsame Indikatoren könnten die Datengrundlage schaffen, um Fortschritte bei diesen miteinander verbundenen Zielen nachvollziehbar zu bewerten.
Neue Möglichkeiten für ein grenzüberschreitendes Monitoring
Ergänzend verweist der Policy Brief auf das Potenzial von hochauflösenden Satellitendaten, Drohnen und künstlicher Intelligenz. In Verbindung mit bestehenden Monitoringverfahren könnten diese Technologien Veränderungen von Vegetation, Wasserhaushalt und Lebensräumen großräumiger und genauer erfassen.
Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit zwischen den Mittelmeeranrainern, Forschungseinrichtungen, lokalen Institutionen und gesellschaftlichen Akteuren. Denn ein gemeinsamer Indikatorensatz entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn Daten langfristig erhoben, vergleichbar ausgewertet und für politische Entscheidungen genutzt werden.
"Advancing Policy Integration Across Mediterranean Countries: Aligning with the Barcelona Convention and International Commitments Through a Common Evidence-Based Strategy“ wurde 2025 von M. M. Otero, D. Abdul Malak, A. Sanchez und C. Schröder im RESTORE4Cs-Projekt veröffentlicht.