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Umsetzung des BBNJ-Übereinkommens: Wie sich die biologische Vielfalt auf Hoher See wirksam schützen lässt

Photos: Evgeniya Elkina; Christian Rischer (IfW)

Umsetzung des BBNJ-Übereinkommens: Wie sich die biologische Vielfalt auf Hoher See wirksam schützen lässt

Workshop beim World Biodiversity Forum 2026

Präsentation
Datum
Ort
Davos, Schweiz
Podiumsdiskussion

Am 16. Juni 2026 vertrat Evgeniya Elkina das DynArc-Projekt zum dynamischen Ozeanmanagement in der Arktis beim World Biodiversity Forum 2026. Dort wirkte sie an dem Workshop „Implementing the BBNJ Agreement: How to Effectively Protect Biodiversity in the High Seas“ („Umsetzung des BBNJ-Übereinkommens: Wie sich die biologische Vielfalt auf Hoher See wirksam schützen lässt“) mit. Wissenschaftler:innen und Politikexpert:innen erörterten, wie das kürzlich verabschiedete Übereinkommen über die biologische Vielfalt in Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse (BBNJ-Übereinkommen) in wirksame konkrete Schutzmaßnahmen für Meeresökosysteme in internationalen Gewässern überführt werden kann. Organisiert wurde der Workshop von Jan-Claas Dajka (HIFMB) und Helmut Hillebrand (Universität Oldenburg, HIFMB).

Der Workshop begann mit einem Themenblock zu den „Herausforderungen bei der Ausgestaltung dynamischer gebietsbezogener Managementinstrumente (ABMTs) im Rahmen des BBNJ-Übereinkommens“, in dem Partner des DynArc-Projekts ihre Forschungsergebnisse vorstellten. Den Auftakt machte Christian Rischer (IfW Kiel) mit seinem Vortrag „Making Dynamic ABMTs Work: Governance Potentials and Non-Party Enforcement“. Zunächst erläuterte er den Kontext dynamischer ABMTs, bevor er auf Strategien zur Durchsetzung gegenüber Nichtvertragsparteien sowie auf das allgemeine Verfahren zur Umsetzung dynamischer ABMTs im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen (UNCLOS) einging. Anschließend stellte Evgeniya Elkina die Arbeiten von DynArc zum Thema „Potentials for Dynamic ABMTs under the BBNJ Agreement“ vor. Dabei behandelte sie zentrale Begriffsbestimmungen, das Verfahren zur Einrichtung von ABMTs nach dem BBNJ-Übereinkommen sowie die derzeitigen rechtlichen Grenzen und Handlungsspielräume für den Einsatz dynamischer Instrumente im Rahmen des Übereinkommens.

Darüber hinaus wurden im Workshop weitere Instrumente zum Schutz der Hohen See vorgestellt. Im Themenblock „OECMs in Areas Beyond National Jurisdiction (ABNJ) – Promises and Pitfalls“ („OECMs in Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse (ABNJ) – Potenziale und Herausforderungen“) erörterte Leonie Dziomba (ZMT), wie kostengünstige Monitoringansätze dazu beitragen können, die Anerkennung anderer wirksamer gebietsbezogener Erhaltungsmaßnahmen (Other Effective Area-Based Conservation Measures, OECMs) zu ermöglichen. Ein weiterer Themenblock mit dem Titel „Integrating MPAs, OECMs, and EBSAs – Cross-Sectoral Pathways“ („Integration von MPAs, OECMs und EBSAs – sektorübergreifende Ansätze“) umfasste Beiträge von Chhaya Chaudhary (Universität Hamburg) zur Nutzung der im Rahmen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt ausgewiesenen ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebiete (Ecologically or Biologically Significant Marine Areas, EBSAs) für eine kohärente Meeresraumplanung sowie von Torsten Grothmann und Sina Berends (Universität Oldenburg). Letztere zeigten auf, welche Erkenntnisse aus der Forschung zu Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik in der Governance der marinen Biodiversität für die Umsetzung des BBNJ-Übereinkommens gewonnen werden können.

In ihrer Gesamtheit verdeutlichten die Beiträge, wie anspruchsvoll es ist, Schutzinstrumente so auszugestalten, dass sie sowohl wissenschaftlich fundiert als auch politisch umsetzbar sind. Dies zählt zu den zentralen Herausforderungen, wenn die Staaten nun die erste Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) im Januar 2027 vorbereiten und die Zielsetzungen des BBNJ-Übereinkommens in konkrete Maßnahmen zum Schutz der Hohen See überführen.

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veranstaltet von
Podiumsdiskussion
Team
Datum
Ort
Davos, Schweiz
Sprache
Englisch
Projekt
Projekt-ID
Schlüsselwörter
BBNJ-Übereinkommen, Schutz der Hohen See, marine Biodiversität, dynamisches Ozeanmanagement, dynamische gebietsbezogene Managementinstrumente, gebietsbezogene Managementinstrumente, ABMTs, Biodiversität in internationalen Gewässern, Schutz mariner Ökosysteme, Meeresgovernance, marine Biodiversitätsgovernance, OECMs, andere wirksame gebietsbezogene Erhaltungsmaßnahmen, Meeresschutzgebiete, MPAs, ökologisch oder biologisch bedeutsame Meeresgebiete, EBSAs, Gebiete außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse, ABNJ, internationale Meerespolitik, Meeresraumplanung, UNCLOS
Arktis, Arktischer Ozean, Hohe See, internationale Gewässer, Gebiete außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse, global
dynamisches Ozeanmanagement, dynamische gebietsbezogene Managementinstrumente, gebietsbezogene Schutzmaßnahmen, Meeresraumplanung, kostengünstiges Monitoring, marine Biodiversitätsüberwachung, Wissenschaft-Politik-Schnittstellen, Governance-Analyse, rechtliche Analyse, sektorübergreifende Ansätze, Durchsetzungsmechanismen, OECM-Ansätze