Dieser Leitfaden zeigt, wie Kommunen die Kosten und den Nutzen von NbS systematisch ermitteln, bewerten und vergleichen können. Er führt die Nutzer:innen schrittweise durch den Prozess der Kosten-Nutzen-Bewertung. Dokumentationstabellen und Leitfragen helfen dabei, die Schritte auf ein konkretes Projekt anzuwenden.
Mehr Grünflächen und mehr Bäume können die Natur in Städten stärken. Wie viel sie tatsächlich zur Biodiversität beitragen, hängt jedoch von ihrer ökologischen Qualität, ihrer Vernetzung und ihrem langfristigen Management ab. Dieses Diskussionspapier zeigt, welche Voraussetzungen Städte brauchen, um hochwertige Stadtnatur dauerhaft zu entwickeln und zu erhalten.
Der Policy Brief leitet daraus konkrete Empfehlungen für eine wirksamere Umsetzung der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 ab. Dazu gehören die Aktualisierung der EFSA-Leitlinien und der Datenanforderungen gemäß den Verordnungen (EU) Nr. 283/2013 und 284/2013, die stärkere Einbeziehung empfindlicher Arten und Endpunkte, verbesserte Bewertungen von Pestizidmischungen und ihres Umweltverhaltens sowie die bessere Berücksichtigung nicht ernährungsbedingter Expositionen und vulnerabler Lebensphasen in regulatorischen Prüfverfahren. Viele dieser Verbesserungen könnten innerhalb des bestehenden EU-Zulassungsrahmens umgesetzt werden.
Der Beitrag „Implementation of the EU Nature Restoration Regulation requires a shift from restoration targets to restoration landscapes“ erschien 2026 als Comment in Nature Reviews Biodiversity. Darin diskutieren Daniel Hering, Benjamin Kupilas und Rafaela Schinegger, welche wissenschaftlichen, organisatorischen und politischen Voraussetzungen notwendig sind, damit die EU Nature Restoration Regulation ihre ambitionierten Ziele langfristig erreichen kann.
Die Europäische Kommission verfolgt mit dem vorgeschlagenen Omnibus Simplification Package das Ziel, Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel zu vereinfachen und regulatorische Belastungen innerhalb der Europäischen Union zu reduzieren. Ein im Fachjournal Science veröffentlichtes Policy Forum warnt jedoch davor, dass die vorgeschlagenen Änderungen zentrale Elemente der bestehenden Umweltrisikobewertung schwächen und dadurch Risiken für Biodiversität, Umwelt und menschliche Gesundheit erhöhen könnten. Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren weist der aktuelle europäische Rechtsrahmen bereits erhebliche Defizite auf.
Wie kann Europa die Ziele der EU-Wiederherstellungsverordnung trotz knapper öffentlicher Mittel erreichen? Ein neuer Biodiversa+-Policy Brief untersucht, wie öffentlich-private Partnerschaften (Public-Private Partnerships, PPPs) private Investitionen für die Wiederherstellung der Natur mobilisieren können. Er zeigt auf, welche politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um naturverträgliche, investitionsreife Wiederherstellungsprojekte in Europa zu ermöglichen.
Naturbasierte Lösungen (NbS) gewinnen im Kontext von Biodiversitätsschutz, ökologischer Vernetzung und Klimaanpassung zunehmend an Bedeutung, insbesondere dann, wenn sie im Landschaftsmaßstab gedacht und umgesetzt werden. Gleichzeitig sind ihre Bewertung und Implementierung mit erheblichen methodischen und praktischen Anforderungen verbunden. Dieser Fachartikel untersucht diese Herausforderungen am Beispiel sogenannter „Pondscapes“, vernetzter Systeme aus Kleingewässern und ihren angrenzenden Lebensräumen.
Der Klimawandel wirkt sich in Städten in vielfältiger Weise aus: Hitzewellen nehmen zu, Starkregen führt häufiger zu Überflutungen und längere Trockenperioden belasten den Wasserhaushalt. Diese Infografikserie gibt einen Überblick über zentrale klimabedingte Risiken und zeigt, wie naturbasierte Maßnahmen dazu beitragen können, diese zu mindern.
Was haben schattige Wege, begrünte Dächer und renaturierte Gewässer gemeinsam? In vielen Städten sind sie längst Teil des Stadtbilds – und bleiben dennoch oft unbeachtet. Der neue Leitfaden des Umweltbundesamtes rückt diese bestehenden Maßnahmen in den Fokus. Er zeigt, wie Kommunen Stadtkarten nutzen können, um naturbasierte Klimaanpassung sichtbar zu machen, einzuordnen und nachvollziehbar zu vermitteln.
Naturbasierte Klimaanpassung entfaltet ihre Wirkung nicht nur im Stadtraum, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Ob Begrünung, Wasserrückhalt oder Hitzevorsorge: Damit Maßnahmen verstanden, akzeptiert und unterstützt werden, braucht es eine klare und zielgerichtete Kommunikation. Der neue Kurzleitfaden des Umweltbundesamtes zeigt, wie Kommunen Pressearbeit gezielt einsetzen können, um naturbasierte Klimaanpassung sichtbar zu machen und verständlich zu vermitteln.
Naturbasierte Klimaanpassung kann ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn sie die Menschen erreicht. Inklusive Öffentlichkeitsarbeit spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie sorgt dafür, dass Maßnahmen nicht nur geplant und umgesetzt, sondern auch verstanden, akzeptiert und mitgestaltet werden. Dieser Leitfaden, der vom Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde, bietet Kommunen praxisnahe Orientierung, wie Öffentlichkeitsarbeit zu naturbasierter Klimaanpassung inklusiv gestaltet werden kann.
Die vorliegende Publikation gibt einen quantitativen Überblick über die Entwicklung und den Stand der Umweltkriminalität in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2024. Dafür wurden Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sowie der Strafverfolgungsstatistik des Statistischen Bundesamts ausgewertet. Die Publikation bietet sowohl einen Überblick über allgemeine Trends als auch eine vertiefte Darstellung zu einzelnen Umweltdelikten. Der Bericht wurde von einem Team des Ecologic Instituts im Auftrag des Umweltbundesamts erstellt.
Ziel der Analyse ist es, Maßnahmen der Regenwasserbewirtschaftung nicht nur anhand ihrer wasserwirtschaftlichen Leistung und Kosten zu bewerten, sondern auch ihre ökologischen, sozialen und ökonomischen Zusatznutzen systematisch sichtbar zu machen.
Dieser Policy Brief enthält Empfehlungen für politische Entscheidungstragende auf EU- und nationaler Ebene, um eine diversifizierte Finanzierung für die Renaturierung zu ermöglichen. Er stützt sich auf Erkenntnisse aus vier Horizont-2020-Projekten – MERLIN, REST-COAST, SUPERB und WaterLANDS –, die gemeinsam in ganz Europa daran gearbeitet haben, zu testen, wie Renaturierungsprojekte breitere Unterstützung und Finanzierung gewinnen können.
Der vorliegende Bericht stellt einen strategischen, evidenzbasierten Ansatz vor, um die Ausweitung von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Süßwasserökosystemen und die Umsetzung naturbasierter Lösungen in Europa zu unterstützen. Im Zentrum steht der MERLIN Upscaling Workflow, ein flexibles Instrument zur Entscheidungsunterstützung, das europaweite Datensätze nutzt, um Gebiete mit besonders hoher Wirkung für Renaturierungsmaßnahmen zu identifizieren.
Diese für Pilotzwecke entwickelte Roadmap unterstützt nationale Behörden und relevante Akteure in Rumanien bei der Erarbeitung eines strategischen Rahmens für die Planung der Wiederherstellung von Küstenfeuchtgebieten, etwa im Zusammenhang mit nationalen Wiederherstellungsplänen. Sie basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Daten sowie auf Instrumenten und Methoden, die im EU-geförderten Projekt RESTORE4Cs entwickelt wurden.
Diese für Pilotzwecke entwickelte Roadmap unterstützt nationale Behörden und relevante Akteure in Portugal bei der Erarbeitung eines strategischen Rahmens für die Planung der Wiederherstellung von Küstenfeuchtgebieten, etwa im Zusammenhang mit nationalen Wiederherstellungsplänen. Sie basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Daten sowie auf Instrumenten und Methoden, die im EU-geförderten Projekt RESTORE4Cs entwickelt wurden.
Das praxisorientierte Handbuch „RESTORE4Cs – Restoring Coastal Wetlands in Europe: Implementation Roadmap to Guide National Action“ unterstützt nationale Behörden und relevante Akteure bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Strategien zur Wiederherstellung von Küstenfeuchtgebieten. Die Implementierungs-Roadmap basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und bündelt zentrale Ergebnisse, Instrumente und Methoden des RESTORE4Cs-Projekts in einem kohärenten Entscheidungsunterstützungsansatz.
Für die Umsetzung der EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur (Nature Restoration Regulation, NRR) werden verlässliche räumliche Informationen über Lebensräume, Landnutzung und Belastungen von Ökosystemen benötigt. Dieser RESTORE4Cs Policy Brief macht auf eine wichtige Herausforderung aufmerksam: Etablierte Klassifikationssysteme erfassen Landschaften auf unterschiedliche Weise und diese Unterschiede können sich auf die Ergebnisse von Umweltbewertungen auswirken.
Myanmar zählt zu den globalen Hotspots der Biodiversität und beherbergt über 570 Süßwasserfischarten, darunter zahlreiche endemische Arten. Gleichzeitig stehen die Flüsse des Landes unter wachsendem Druck durch Verschmutzung, Landnutzungsänderungen und sinkende Wasserqualität. Diese Studie liefert neue Erkenntnisse darüber, wie tropische Fischgemeinschaften auf diese Belastungen reagieren.
Die planetare Dreifachkrise ist eine systemische Herausforderung und nicht die Summe dreier isolierter Problemlagen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung verstärken sich gegenseitig durch gemeinsame Treiber und Rückkopplungen und gefährden sowohl planetare als auch menschliche Lebensgrundlagen. Sie wird angetrieben durch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, nicht nachhaltige Produktions- und Konsummuster, die Übernutzung von Land und natürlichen Ressourcen sowie durch strukturelle Ungleichheiten. Sieben der neun planetaren Belastungsgrenzen sind bereits überschritten, wodurch Ökosysteme an Kipppunkte geraten. Gleichzeitig verstärken sektorale Dynamiken – etwa der Energiesektor mit hohen Treibhausgasemissionen, Landdegradation und Schadstoffeinträgen; die Landwirtschaft mit Plastik- und Nährstoffverschmutzung, Biodiversitätsverlust und Klimawirkungen; sowie der Bausektor mit hohem Land-, Material- und Energiebedarf und entsprechenden Emissionen und Lebensraumverlusten – den Druck auf Umwelt und Gesellschaft. Die Auswirkungen sind ungleich verteilt: Indigene Gemeinschaften, einkommensarme Bevölkerungsgruppen und Länder, Frauen und Jugendliche tragen die größten Belastungen, verfügen jedoch über die geringsten Entscheidungsbefugnisse und Ressourcen zur Anpassung.
Dieses Fact sheet fasst die zentralen Inhalte der Publikation von Burgos Cuevas et al. (2025): Moving from interconnected crises to systemic solutions. Resource efficiency, nature-based solutions, and systemic transformation as responses to the complexity of the triple planetary crisis. Interim report, Climate Change 83/2025. Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau. https://doi.org/10.60810/openumwelt-8108 zusammen.
Dieser Bericht untersucht, wie sieben Länder, darunter Brasilien, Ruanda, Kolumbien, Schweden, Japan, Neuseeland und Panama, Klima-, Biodiversitäts- und Umweltverschmutzungspolitiken in ihren nationalen Strategien miteinander verknüpfen. Durch die Analyse nationaler Klima- und Biodiversitätspläne sowie relevanter Governance-Mechanismen in geographisch und sozioökonomisch sehr unterschiedlichen Ländern bewertet der Bericht, ob und wie diese Politikfelder integriert sind und wie institutionelle Koordination und Umsetzungsprozesse ihre Wirksamkeit beeinflussen.
Diese lösungsorientierte Infografik stellt naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) als systemische Antworten auf die dreifache planetare Krise vor. Sie veranschaulicht, wie Maßnahmen wie die Wiederherstellung von Feuchtgebieten, der Schutz von Mangroven oder grüne Infrastrukturen im urbanen Raum gleichzeitig dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Umweltverschmutzung entgegenwirken können und dabei zusätzliche Vorteile für Gesundheit, Resilienz und Lebensgrundlagen schaffen.
Naturbasierte Lösungen sind zentral für die Anpassung an den Klimawandel. Stadtgrün und blaue Infrastruktur können beispielsweise Hitze und Überflutungsrisiko in Städten reduzieren. Doch wie können Kommunen solche Maßnahmen trotz knapper Mittel umsetzen? Anhand von Praxisbeispielen zeigt dieses Fact Sheet Finanzierungswege – von Crowdfunding bis Green Bonds – und ordnet ein, welche sich wann eignen. Zudem gibt es Empfehlungen, wie Bund und Länder unterstützen können.
Dieser Gastartikel von Christoph Heinrich, erschienen im Table.Forum Biodiversity (Table.Media), beschreibt die zentrale Bedeutung biologischer Vielfalt für das Funktionieren von Ökosystemen und für menschliche Lebensgrundlagen.
Die Mittelmeeranrainer haben sich in verschiedenen regionalen und internationalen Abkommen dazu verpflichtet, Küstenfeuchtgebiete zu schützen und wiederherzustellen. Ob dabei tatsächlich Fortschritte erzielt werden, wird bislang jedoch anhand unterschiedlicher Vorgaben und Messgrößen bewertet. Ein in RESTORE4Cs entwickelter Ansatz zeigt, wie gemeinsame Indikatoren eine vergleichbare Datengrundlage schaffen und die verschiedenen politischen Verpflichtungen besser miteinander verzahnen könnten.
Der Schutz und die Wiederherstellung von Küstenfeuchtgebieten sind in zahlreichen europäischen Umwelt- und Klimazielen verankert. Ob die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen, lässt sich jedoch nur beurteilen, wenn Veränderungen über längere Zeiträume und über Ländergrenzen hinweg vergleichbar erfasst werden. Ein im Rahmen von RESTORE4Cs entwickelter Ansatz schlägt dafür einen gemeinsamen Satz von Indikatoren für europäische Küstenfeuchtgebiete vor.
In diesem Papier wird das politische Regelwerk der Europäischen Union (EU) sowie internationale und regionale Abkommen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Feuchtgebieten mit Schwerpunkt auf Küstenökosystemen analysiert. Auf der Grundlage einer inhaltlichen Analyse der Politik wird bewertet, inwiefern 36 EU-Politiken und multilaterale Abkommen die Bemühungen zur Wiederherstellung und zum Schutz von Küstenfeuchtgebieten in Europa unterstützen oder einschränken.
Der Bericht fasst die Ergebnisse eines vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Auftrag des Alpenbiodiversitätsrats (ABB) organisierten Workshops zusammen und zeigt, wie grenzüberschreitende Zusammenarbeit die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung im Alpenraum stärken und zu einer widerstandsfähigen, vernetzten Alpenlandschaft beitragen kann.
Wasserinsekten sind eine wichtige Nahrungsquelle für terrestrische Organismen wie Spinnen, Fledermäuse oder Vögel. Wenn Gewässer durch Landwirtschaft oder Urbanisierung beeinträchtigt werden, wirken sich diese Eingriffe über Ökosystemgrenzen hinweg aus; sie schwächen die Verbindung zwischen aquatischen und terrestrischen Nahrungsnetzen. Eine neue Studie, an der Dr. Benjamin Kupilas (Ecologic Institut) gemeinsam mit internationalen Partnern beteiligt war, zeigt, wie diese Verbindungen funktionieren und wie sie durch menschliche Störungen beeinflusst werden.
Der Policy Brief zeigt, wie sich pelagische Fischerei im Nordostatlantik trotz Klimawandel, veränderter Fischwanderung und internationaler Nutzungskonflikte nachhaltiger bewirtschaften lassen. Er verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Perspektiven von Stakeholdern und formuliert konkrete Empfehlungen für ein resilientes, grenzüberschreitendes Fischereimanagement.
Dieser Bericht des EU-geförderten Projekts GoNaturePositive! bietet eine umfassende Übersicht zur Unterstützung des Übergangs zu einer naturpositiven Wirtschaft. Der Bericht analysiert EU-Politikinstrumente und Kooperationsinitiativen im Detail, bewertet deren Ausrichtung auf naturpositive Prinzipien und identifiziert Potenziale zur Verringerung von Umweltschäden, zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zur Förderung systemischer Veränderungen.
Dieser sektorbezogene Kurzbericht beleuchtet, wie eine naturpositive Ausrichtung der marinen Wirtschaft gestaltet werden könnte, um aus bisherigen Verursachern des Biodiversitätsverlusts zentrale Akteure für den Schutz und die Wiederherstellung der Ozeane zu machen. Er wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts GoNaturePositive! erarbeitet.
Dieser sektorale Kurzbericht untersucht, wie der Übergang zu einer naturpositiven Wirtschaft den Tourismus von einem Treiber der Umweltzerstörung zu einer Triebkraft für die Wiederherstellung von Ökosystemen umwandeln kann. Er wurde im Rahmen des EU-Forschungsprojekts GoNaturePositive! entwickelt.