Foto © Chirag Saini via Unsplash, Titelseite © Umweltbundesamt, 2025
Moving from Interconnected Crises to Systemic Solutions
Resource efficiency, nature-based solutions, and systemic transformation as responses to the complexity of the triple planetary crisis
- Publikation
- Zitiervorschlag
Burgos Cuevas, N.; Heni, Y.; Spantzel, T.; Felthöfer, C.; Brunkhorst, H.; Knoblauch, D.; Riedel, A. (2025): Moving from interconnected crises to systemic solutions. Resource efficiency, nature-based solutions, and systemic transformation as responses to the complexity of the triple planetary crisis. Fact sheet. German Environment Agency: Dessau-Roßlau. https://doi.org/10.60810/openumwelt-8102.
Die planetare Dreifachkrise
Die miteinander verflochtenen Herausforderungen des Klimawandels, des Verlusts biologischer Vielfalt und der weltweiten Verschmutzung der Umwelt bilden ein komplexes Gefüge von Risiken. Sie entstehen vor allem durch nicht nachhaltige Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sowie tief verwurzelte soziale und ökonomische Ungleichheiten. Die Folgen dieser Entwicklungen sind ungleich verteilt: Besonders stark betroffen sind Indigene Gemeinschaften, Frauen, Jugendliche und Länder des Globalen Südens, die als „Most Affected People and Areas“ (MAPA) gelten. Sie tragen die größten Belastungen, verfügen jedoch über den geringsten Einfluss auf politische Entscheidungen.
Drei Pfade für für eine systemisch Lösung
Die Analyse zeigt, dass die planetare Dreifachkrise Antworten erfordert, die über isolierte Maßnahmen hinausgehen. Wirksame Bewältigung ist nur durch systemische, sektorübergreifende und gerechtigkeitsorientierte Ansätze möglich. Drei miteinander verknüpfte Handlungswege stehen im Mittelpunkt: Die Steuerung des gesellschaftlichen Metabolismus und der Ressourcennutzung zur Verringerung von Umweltbelastungen an der Quelle; der verstärkte Einsatz naturbasierter Lösungen zur Wiederherstellung von Ökosystemen und zur Stärkung ihrer Resilienz; sowie systemische Transformation zur Bearbeitung struktureller Ursachen und zur Verankerung von Gerechtigkeit in Governance-Strukturen und gesellschaftlichen Leitbildern. Gemeinsam bilden diese drei Pfade eine sich gegenseitig verstärkende Strategie. Sie verbindet die Reduktion der Materialextraktion und -nutzung, den Erhalt widerstandsfähiger Ökosysteme und eine transformativen Governance zu einer kohärenten Antwort. Damit zeigt sich, dass nur gerechtigkeitsorientiertes und sektorübergreifendes Handeln der Dringlichkeit und dem Ausmaß der dreifachen planetaren Krise angemessen ist.